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Serious Games – oder wie der deutsche Wikipedia-Eintrag den Anglizismus übersetzt „ernsthafte Spiele“ – klingt zunächst wenig unterhaltend. Unterhaltung ist auch nicht das vordergründige Ziel. Dennoch sind sie nicht so spaßbefreit, wie der Name auf den ersten Blick vermuten lässt. Vielmehr steckt dahinter großes Potential als innovative Lern- und Vermittlungsform. Leider sorgt der Begriff noch immer für Missverständnisse. Insbesondere durch die teils unscharfe Abgrenzung zu anderen Begriffen wie Gamification oder Game-based Learning.

Im Folgenden erfahren Sie daher alles, was Sie über Serious Games wissen müssen. Was versteht man darunter? Wie lassen sie sich zu anderen spielbasierten Lernformen wie Gamification oder Game-based Learning abgrenzen? Welchen Mehrwert bieten Serious Games? Wo kommen Sie zum Einsatz? Was sind gute Beispiele dafür? Und wie können Sie ihr eigenes Spiel erstellen?

 

Inhalt

 

Was sind Serious Games?

Den Begriff Serious Game gibt es bereits seit 1970. Doch erst ab circa 2005 gewann er zunehmend an Bedeutung. Die Game-Designer Michael & Chen definieren den Begriff wie folgt:

„A serious game is a game in which education (in its various forms) is the primary goal, rather than entertainment” (Michael & Chen in „Serious Games: Games That Educate, Train and Inform“).

Es geht also um ein Spiel, das über den reinen Zweck der Unterhaltung hinausgeht. Man könnte auch von einem Spiel mit ernstem Ziel beziehungsweise Lernziel sprechen.

 

Serious Games vs. Gamification vs. Game-based Learning

Klassischen Definitionen von Spielen zufolge gibt es keinen über das Spielerlebnis hinausgehenden (edukativen) Mehrwert. Ein Spiel existiert nur während der Zeit des Spiels. Auswirkung auf das „echte“ Leben hat es nicht. Serious Games wie auch Gamification widersprechen jedoch dieser Definition. Zwar ist es wichtig, dass Spiele freiwillig und ohne Zwang stattfinden. Aber sie dürfen (und sollen) Wissen vermitteln, Lernen und Verstehen helfen.

Gamification und Serious Games sind sich also gar nicht unähnlich. Gamification meint die Verwendung von Spiel Elementen in Kontexten, die eigentlich nichts mit Spielen zu tun haben. Dabei kann es sich um einzelne Elemente handeln, wie beispielsweise ein Lade-Balken beim Ausfüllen eines LinkedIn Profils. Es kann aber auch ein ganzes Spiel sein, das im nicht spielerischen Kontext genutzt wird. Mit allem, was ein Spiel ausmachen. Einem Ziel, das es zu erreichen gilt. Regeln, die nur in der Welt des Spiels von Sinn und Nutzen sind. Und natürlich Spielerinnen und Spieler, die sich auf Regeln und Ziel einlassen. Zudem muss unvorhersehbar sein, ob das Ziel erreicht wird.

grafische Darstellung zur Abgrenzung von Serious Games, Gamification und Game-based Learning

Serious Games, „ernste“ Spiele, sind somit 100% gamifizierte Produkte. Oder mit anderen Worten: Jedes Serious Game ist ein Beispiel für Gamification. Aber nicht jede Form von Gamification ist ein „ernstes“ Spiel. Ähnlich verhält es sich mit Game-based Learning. Digital Game-based Learning bezeichnet „any marriage of educational content and computer games“ (Marc Prensky in „Digital game-based learning“), fokussiert also das Lernen in und mit Computerspielen. Auch hier kann man also von einer Form von Gamification sprechen.

Mehr zu Gamification und Game-based Learning:

 

Warum Serious Games?

Kaum etwas spricht einen Menschen mehr an als eine faszinierende Geschichte. Eine, mit der man sich identifizieren kann, die Relevanz und Bedeutung vermittelt. Durch Serious Games werden trockene Inhalte attraktiver. Sie sorgen für eine erhöhte Motivation. Und bleiben im Gedächtnis. Somit sind sie vielseitig einsetzbar, um ein Must-do zu einem Wanna-Do werden zu lassen. Unser Mitgründer Philipp Reinartz schrieb in einer Studie des zukunftsInstituts dazu:

Zu Studienzeiten motivierte ich mich selbst für solche Kurse, indem ich mir ein fiktives Unternehmen schuf. An dessen Beispiel spielte ich alle Lerninhalte praktisch durch. Ein Vor-sich-hin-Spielen ohne Spielziel, eher playful als gameful. Gleich in der ersten Stunde des Masterkurses ließ ich deshalb die Studenten ebensolche fiktiven Unternehmen gründen. Verbunden mit einer Marktsimulation – also mehr game als play. Entscheidend war aber: Der Fokus lag auf den Bedürfnissen der Studenten, nicht auf den Lerninhalten. Ziel war nicht, auf Teufel komm raus Spielelemente einzusetzen. Sondern die Pflicht zum Vergnügen werden zu lassen.

Mehr zu Motivation durch Spiele:

 

Wo kommen Serious Games zur Einsatz?

Serious Games werden als spielerisches Lehrmittel in der Bildung und Kultur eingesetzt, ebenso wie in Unternehmen. Sie bringen zum Beispiel Notärzten das Retten bei (Stichwort: Health Games) und Bauern den richtigen Umgang mit Saatgut oder Sensibilisieren für Themen wie IT-Sicherheit am Arbeitsplatz. Sie finden online und offline statt. Als Brettspiele und digitale Computerspiele. Wichtig ist immer: Sie verbinden Freude am Spiel mit einem über das Spiel hinaus gehenden Mehrwert, zum Beispiel einem Lerneffekt. Klassisches Edutainment also.

Übersicht der Anwendungsgebiete:

Beispiele für spielerische Wissensvermittlung:

 

Wie erstelle ich mein eigenes Serious Games?

Sie möchten Ihr eigenes Spiel entwickeln? Dann werfen Sie einen Blick auf unser Player Journey Toolkit. Es hilft Ihnen bei der Entwicklung eigener Spiel-Ideen. Mithilfe unterschiedlicher Karten aus den Kategorien Mission, Aktion, Challenge, Hilfsmittel und Feedback können sie bestehende Spiele analysieren und eigene Prozesse spielerisch gestalten. Probieren Sie es aus!

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Benötigen Sie Unterstützung? Wir helfen gerne! Als Gamification Agentur beraten wir Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Sei es in Form von Workshops zum Einsatz der Player Journey oder durch Entwicklung individueller und auf Ihre Bedürfnisse angepasste Gamification-Konzepte. Sprechen Sie uns an! Und lassen Sie uns gemeinsam die Alltags- und Berufswelt ein Stück angenehmer gestalten.

Mehr zu unseren Methoden und Prozessen

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