Rahmenvertrag: Bundesbank bindet Pfeffermind langfristig

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Wenn wir erzählen, dass wir für die Deutsche Bundesbank arbeiten, ernten wir meist ein irritiertes Lächeln. Eine Zentralbank und eine Agentur für Serious Games? Die Kombination ergibt mehr Sinn, als man denkt. Und sie ist ab sofort auch vertraglich besiegelt: Pfeffermind hat den Zuschlag im Rahmenvertrag „Digitalisierung & Innovation“ der Bundesbank erhalten. Vier Jahre Laufzeit, ein Volumen von rund 1.000 Tagen pro Jahr.

 

Warum eine Zentralbank auf Spiele setzt

Die Bundesbank ist der Stabilitätsanker des deutschen Finanzsystems. Ihr Mandat ändert sich nicht. Die Wege dorthin aber sehr wohl: Digitaler Euro, KI, Cyber Security und Nachhaltigkeit verändern Finanzmärkte und Aufsicht. Digitalisierung ist für die Bundesbank deshalb keine Zusatzaufgabe, sondern Teil der Mandatserfüllung.

Die eigentliche Herausforderung liegt dabei nicht in der Technik. Sie liegt bei den Menschen. Eine Organisation mit tausenden Beschäftigten soll sich zur lernenden Organisation entwickeln, ohne dabei die Verlässlichkeit zu verlieren, für die sie steht. Dafür reicht es nicht, Strategien zu kommunizieren. Beschäftigte müssen sie verstehen, erleben und mitgestalten können.

Genau hier kommen wir ins Spiel.

 

Wer wir sind

Pfeffermind ist seit 2013 auf Gamification und Serious Games spezialisiert. Wir sind keine Unternehmensberatung, die Lenkungskreise gründet. Wir sind aber auch keine Agentur, die umsetzt, ohne im Thema zu sein. Wir sitzen bewusst dazwischen: strategisch genug, um komplexe Inhalte zu durchdringen, kreativ genug, um daraus Formate zu machen, auf die sich Menschen freuen.

Gamification verstehen wir dabei nicht als Punkte und Badges, sondern als Motivationsdesign. Die Frage lautet nicht, wie wir etwas spielerisch verpacken, sondern was Menschen brauchen, um selbst handlungsfähig zu werden.

Über 100 Projekte haben wir so umgesetzt, für Unternehmen wie SAP, Bosch oder IKEA, für den Public Sector vom Bundesministerium bis zur Polizei und für Kultur- und Bildungsinstitutionen. Ausgezeichnet wurden unsere Arbeiten unter anderem mit dem Deutschen Agenturpreis und dem Delina, dem Preis für digitale Bildung.

„Die größte Hürde für Innovation ist selten die Technik. Es ist die Frage, ob Menschen glauben, dass ihr Beitrag zählt. Gute Formate beantworten diese Frage mit Ja.“ – Philipp Reinartz

 

Vom Brettspiel zum Rahmenvertrag

Mit der Bundesbank arbeiten wir nicht zum ersten Mal. 2024 haben wir den BBk Strategie-Funnel entwickelt, ein kooperatives Brettspiel, in dem der Vorstand einen vierjährigen Strategiezyklus nicht präsentiert bekommt, sondern selbst durchspielt. Pilotiert wurde es auf einer Executive-Tagung mit Bundesbankpräsident und Vorstand, anschließend haben wir es für weitere Führungskräfte der Bank ausgerollt.

Bundesbank Strategie-Funnel – kooperatives Strategie-Brettspiel

Parallel lief eine ganz andere Aufgabe: Die IT der Bundesbank sollte für junge Talente sichtbar werden. Unsere Antwort war eine IT-Challenge auf Instagram mit der Comicfigur Anita und monatlichen Rätseln aus dem echten IT-Alltag, Rätsel statt Reklame. 2025 kam dann Future Taste dazu, ein Team-Event zwischen Case Study, Escape Game und Simulation, das bis hinauf zum Vorstand der Bundesbank gespielt wurde.

Mit dem Rahmenvertrag wird aus einzelnen Projekten eine langfristige Partnerschaft. Über vier Jahre mit einem Volumen von rund 1.000 Tagen pro Jahr begleiten wir die Bundesbank bei Formaten rund um Digitalisierung und Innovation: von Kampagnen zur Beschäftigtenaktivierung über Hackathons und Thinkathons bis zu Events, Trainings und Serious Games.

Jeder Abruf wird bei uns zu einem eigenen Teilprojekt, strukturiert nach unserem bewährten Pfeffi Flow aus Discovery, Konzept, Spezifikation und Development. Das funktioniert für einen einzelnen Workshop genauso wie für eine organisationsweite Kampagne über mehrere Monate.

Was wir mit der Bundesbank vorhaben

Ein Satz wie „Wir müssen innovativer werden“ erreicht in einer großen Organisation zwei sehr unterschiedliche Gruppen. Da ist der Skeptiker, langjährig dabei, der Stabilität schätzt und bei „Digitalisierung“ vor allem Risiko hört. Und da ist die Enthusiastin, die gestalten will, deren Ideen aber in Hierarchien versanden. Der eine braucht Sicherheit, die andere Gestaltungsraum. Ein klassisches Narrativ nach dem Motto „Wir sitzen alle im selben Boot“ erreicht keinen von beiden.

Unser Ansatz deshalb: Story-Welt statt Narrativ. Statt einer Botschaft entwickeln wir eine fiktive Zukunftswelt im Jahr 2050, in der eine Institution wie die Bundesbank eine tragende Rolle spielt. Digitaler Euro, KI und Cyber Security sind dort keine Schlagworte, sondern Bausteine einer Stadt, die nur funktioniert, wenn alle mitdenken.

In dieser Welt können Beschäftigte ausprobieren, entscheiden und scheitern, ohne Risiko für den echten Job. Der Skeptiker findet klare Regeln, die Enthusiastin Raum für eigene Ideen. Workshops, Trainings, Hackathons und Events spielen alle in derselben Welt. So entsteht über die Jahre ein gemeinsames Dach mit Wiedererkennungswert, statt vieler Einzelmaßnahmen, die nebeneinander verpuffen.

Solche Story-Welten haben wir bereits für Kunden wie SAP, Bosch oder die Zürcher Kantonalbank entwickelt.

 

Der erste Abruf: City Shift

Wie das in der Praxis aussieht, hat der erste große Abruf gezeigt. Für die Führungskonferenz der Bundesbank im September haben wir das Planspiel „NovaPolis – City Shift“ entwickelt, ein Spiel zum neuen Steuerungskonzept der Bank.

Statt Folien zu wirkungsorientierter Steuerung gab es eine Stadt: NovaPolis. Über 150 Führungskräfte übernahmen in zehn Teams die Ressorts Mobilität, Wirtschaft, Umwelt und Kultur sowie den Stadtrat. Über drei Spielrunden mit immer neuen Nachrichten aus der Stadt mussten sie entscheiden, welche laufenden Aktivitäten bleiben und welche gehen. Personal und Budget waren dabei knapp, und am Ende zählte nur, was wirklich Wirkung erzielt.

Der Clou lag in der Spielmechanik: Die Stadtziele waren nur zu erreichen, wenn ein Ressort bewusst in etwas investierte, das auf die eigene Ampel gar nicht einzahlt. Wer nur für den eigenen Bereich optimierte, stand selbst gut da und ließ NovaPolis trotzdem scheitern. Eine bessere Übersetzung für Silodenken haben wir selten gebaut. Gespielt wurde parallel in zehn Räumen, gesteuert über eine eigens angepasste Web-Software und begleitet von den Agile Coaches der Bundesbank. Die Rückmeldung danach: Das Spiel sei die beste Werbung für das neue Steuerungskonzept gewesen.

 

Ein weiteres Beispiel: Camp 21

Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein Format, das wir im Rahmen der Ausschreibung skizziert haben. Camp 21 ist ein dreistündiges Event, das sich gut in Tagungen einbauen lässt. Interdisziplinäre Teams übernehmen abgelegene Camps in einer unwirtlichen Landschaft und müssen eine funktionierende Infrastruktur aufbauen: Energie sichern, Kommunikation stabilisieren, Vertrauen in das Zahlungssystem schaffen.

Ressourcen sind knapp, also wird verhandelt und getauscht. Dann der Twist: Ein Cyber-Angriff legt die Kommunikation lahm, die Zentrale ändert die Prioritäten. Die Teams müssen unter Druck neu entscheiden und zusammenarbeiten. Am Ende steht keine Folie mit Lessons Learned, sondern eine gemeinsame Erfahrung: Innovation und Sicherheit sind kein Widerspruch, sondern eine Balance, die man lernen kann.

 

Direkt im Anschluss: InnoWave

Nur drei Tage nach City Shift folgte der zweite Abruf. Mit dem Innovationsbereich der Bundesbank haben wir die „InnoWave“ konzipiert und durchgeführt, eine zweitägige Jubiläumsveranstaltung mit rund 140 Teilnehmenden pro Tag.

Der erste Tag gehörte der Innovation Community, also externen Partner:innen und internen Treiber:innen. Der zweite Tag richtete sich an Kolleg:innen, die mit Innovation bisher wenig zu tun hatten. Uns hat der zweite Tag besonders interessiert. Denn wer die Überzeugten begeistert, hat einen netten Tag. Wer die Unbeteiligten erreicht, verändert eine Organisation.

 

Was der Rahmenvertrag für uns bedeutet

Der Rahmenvertrag ist für uns mehr als eine Auftragsbestätigung. Er zeigt, dass spielerische Formate auch in Institutionen angekommen sind, in denen Seriosität keine Stilfrage, sondern Grundvoraussetzung ist. Und er bestätigt etwas, das wir seit über zehn Jahren beobachten: Je ernster das Thema, desto mehr lohnt sich das Spiel.

 

Kurz gesagt:

  • Pfeffermind ist Partner im Rahmenvertrag „Digitalisierung & Innovation“ der Deutschen Bundesbank
  • Laufzeit vier Jahre, Volumen rund 1.000 Tage pro Jahr
  • Ziel: Beschäftigte für Digitalisierung und Innovation aktivieren, durch Formate zum Erleben statt Erklären
  • Die Zusammenarbeit begann 2024 mit dem Strategie-Brettspiel „BBk Strategie-Funnel“, es folgten die IT-Challenge auf Instagram und Future Taste
  • Erste Abrufe: das Planspiel „NovaPolis – City Shift“ für über 150 Führungskräfte und die zweitägige „InnoWerk-Schau“ mit rund 140 Teilnehmenden pro Tag

Mehr zu unserer Arbeit mit der Bundesbank:

Ready to play? Seit >10 Jahren steht Pfeffermind für Gamification & Serious Games Expertise. Als perfekte Mischung aus effizienter Beratung & kreativer Agentur. Und mit Kunden von Bildung bis Banking, von Bosch bis zum Bundesministerium.

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