Die Automobilbranche erlebt einen grundlegenden Wandel. Digitale Services, neue Antriebstechnologien und sich verändernde Mobilitätsbedürfnisse transformieren sowohl die Fahrzeuge selbst als auch die Arbeits- und Kommunikationsweise von Unternehmen. Inmitten dieser Dynamik gewinnen Methoden wie Game Design an strategischer Bedeutung. Denn sie helfen dabei, komplexe Systeme verständlich zu machen, neue Prozesse nachhaltig zu verankern und die Nutzer:innen auf eine interaktive Art und Weise zum Erlernen neuer Prozesse zu motivieren.

Die Automobilbranche im Umbruch

Von Elektromobilität über Software-defined Vehicles bis hin zu neuen Vertriebskonzepten: Automobilunternehmen sehen sich mit mehreren großen Veränderungen gleichzeitig konfrontiert. Diese allumfassenden Veränderungen fordern neben technischen Innovationen auch strukturelle Anpassungen. Mitarbeitende müssen neue Prozesse verinnerlichen, Zielgruppen müssen angesprochen werden und die bestehenden Geschäftsmodelle gilt es zu überprüfen.

In dieser Lage wird deutlich, wie entscheidend motivierende, interaktive und verständliche Formate für Kommunikation, Schulung und Markenbindung sind.

Zunehmend ist zu beobachten, dass klassische Maßnahmen – wie etwa PDF-Handbücher, PowerPoint-Trainings oder lineare E-Learning-Module – zu kurz greifen. Sie schaffen zwar Informationszugang, aber oft keinen konkreten Wissenstransfer. Erst wenn Inhalte aktiv erlebt und durch eigenes Handeln verstanden werden, entfalten sie nachhaltige Wirkung.

Herausforderungen in Schulung, Vertrieb und Kundenbindung:

Viele Unternehmen der Branche investieren in neue Systeme und Prozesse, sei es in der Logistik, in der Werkstatt oder im Verkaufsraum. Doch mit der Einführung neuer Tools wächst oft die Unsicherheit bei den Mitarbeitenden. Die Bereitschaft zur Nutzung bleibt gering, wenn der Nutzen nicht klar erkennbar ist oder das System im Alltag als Hürde wahrgenommen wird.

Auch auf Kundenseite zeigen sich Herausforderungen: Technologisch anspruchsvolle Produkte erfordern eine intensive Beratung. Gleichzeitig nimmt die klassische Markenloyalität ab, sodass emotionale Erlebnisse eine entscheidende Rolle spielen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, neue Inhalte so zu gestalten, dass sie verständlich, motivierend und relevant wirken.

 

Typische Pain Points:

  • Hohe Komplexität bei der Einführung neuer IT- und Logistiksysteme
  • Schulungsbedarf bei neuen Technologien wie Elektro- oder Wasserstoffantrieben
  • Schwache Differenzierung im digitalen Marketing
  • Sinkendes Kundeninteresse an traditionellen Vertriebskanälen
  • Geringe Interaktion mit bestehenden Apps und Portalen

Game Design als Instrument für Wandel und Wirkung

Game Design bietet hier eine alternative Herangehensweise. Es macht sich psychologische Prinzipien zunutze, die aus erfolgreichen Spielen bekannt sind: Zielklarheit, sofortiges Feedback, schrittweise Fortschritte, Storytelling und soziale Dynamiken. Durch diese Elemente entsteht Motivation, selbst bei komplexen Themen oder nüchternen Inhalten.

Prozesse werden erlebbar, abstrakte Zusammenhänge greifbar, und Nutzer:innen erhalten Orientierung und Anreiz.

Ein anschauliches Beispiel ist das Simulationsspiel, das wir für die Daimler Truck AG entwickelt haben. Ziel war es, ein neues Ladungsträger-Managementsystem einzuführen. Im Spiel verfolgen die Mitarbeitenden reale Prozessschritte, prüfen Lieferscheine, lösen Unstimmigkeiten – begleitet von visuellen Rückmeldungen, Fortschrittsanzeigen und kleinen Erfolgserlebnissen. Der Mehrwert entsteht aus der Kombination von Handlung und Erkenntnis. Die Spielenden verstehen, wie das System funktioniert, warum es eingeführt wird und welche Vorteile es im Alltag bringt.

Referenzen – Daimler Truck

Ein weiteres erfolgreiches Format wurde für Continental entwickelt. In einem hybriden Escape Room trainierten Verkaufsteams zentrale Argumente rund um das Thema Reifen. Das Event tourte durch mehrere Standorte und kombinierte Wissensvermittlung mit Teambuilding. Die Spielenden mussten als Team Aufgaben lösen, Codes knacken und ihr Produktwissen strategisch einsetzen. Auf diese Weise wurde eine emotionale Bindung zur Marke aufgebaut – und gleichzeitig der Lernerfolg gesichert.

Referenzbilder Continental

Vorteile von Game Design in der Automobilbranche:

  • Verankert neue Systeme durch interaktive Simulationen im Arbeitsalltag
  • Fördert strategisches Verständnis durch dynamische Planspiele
  • Aktiviert Nutzer:innen durch Storytelling und Belohnungssysteme
  • Erhöht die Nutzung digitaler Angebote durch tägliche Anreize
  • Bietet klare Rückmeldungen und senkt die Einstiegshürde bei komplexen Themen

 

Fazit

In diesem Kontext fungiert Game Design als Werkzeug, mit dem Unternehmen dabei unterstützt werden, die eigene Transformation zu gestalten. Die Motivation der Mitarbeitenden wird gefördert, Inhalte werden strukturiert und es wird eine Beteiligung geschaffen. In der Automobilbranche kann Game Design auf verschiedenen Ebenen Wirkung entfalten: In der Schulung, im Change Management, im Vertrieb und in der Kundenbindung. Wenn klassische Formate versagen, kann Game Design eine sinnvolle Lösung sein, wie unsere Beispiele zeigen. Wer komplexe Inhalte verständlich machen und Menschen zur aktiven Beteiligung bewegen will, findet im Game Design einen verlässlichen methodischen Ansatz.

 

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