Gamification, KI und Kindermedien: Zwischen Spaß, Verantwortung und Innovation
Bei der bundesweiten Fachtagung der Thüringer Landesmedienanstalt sprach Pfeffermind-Gründer Philipp Reinartz als Keynote Speaker über die Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung. Wir zeigen, wie Gamification und KI zusammen gedacht werden können. Kreativ, verantwortungsvoll und kindgerecht.
Neue Möglichkeiten durch KI in Kindermedien
KI verändert, wie Kindermedien entstehen, funktionieren und genutzt werden. Inhalte können schneller produziert, individueller zugeschnitten und vielfältiger gestaltet werden. Dabei entstehen neue Spielräume für Entwickler – aber auch für Kinder, die selbst kreativ werden möchten.
In seiner Keynote zeigte Philipp Reinartz fünf konkrete Einsatzfelder: KI übernimmt repetitive Aufgaben, generiert Visuals, passt Spielverläufe an und schafft lebendige Figuren. Gleichzeitig ermöglicht sie eine völlig neue Interaktion mit Medien, bei der das Spielerlebnis im Mittelpunkt steht.
Ein Beispiel aus unserer Praxis ist ein physisches Escape Game, das Pfeffermind zusammen mit unserer Schwesterfirma Paperdice umgesetzt hat. Dort ersetzt eine Sprach-KI den klassischen Game Master. Anstatt auf Personal angewiesen zu sein, können Spielende eine Telefonnummer anrufen und erhalten Tipps und Antworten in Echtzeit. Gesteuert durch eine künstliche Intelligenz, die Sprache versteht und reagiert. So werden moderne Escape Rooms noch interaktiver & besser skalierbar.
Ready to play? Seit >10 Jahren steht Pfeffermind für Gamification & Serious Games Expertise. Mit Kunden von Bildung bis Banking, von Bosch bis zum Bundesministerium – und der Erfahrung von >100 Projekten.
Herausforderungen & ethische Fragen beim Einsatz von KI
Die Potenziale von KI sind groß, doch ebenso bedeutend sind die Risiken. Besonders bei jungen Zielgruppen müssen ethische Standards gewahrt bleiben. Es geht um Kontrolle, Schutz und Transparenz.
Ein zentrales Problem ist die urheberrechtliche Lage. Wer ist der rechtliche Urheber eines KI-generierten Bildes? Was bedeutet das für die Rechte an Geschichten, Figuren oder Illustrationen? Die Gesetzgebung hat hier noch einiges aufzuholen. Besonders im Kindermedienbereich, in dem Inhalte oft weiterverwendet, geteilt oder als Grundlage für Bildung dienen, ist diese Unsicherheit ein Risiko.
Dazu kommen Fragen der Datenverarbeitung: Personalisierte Medien brauchen Informationen über die Spielenden. Bei Kindern muss dabei besonders sensibel vorgegangen werden. Zudem kann die starke Personalisierung zu einer passiven Mediennutzung führen, wenn Algorithmen jede Herausforderung im Vorfeld ausblenden.
- Urheberrechtlich ist KI-generierter Content bislang nicht eindeutig geregelt
- Gerade im Kindermedienbereich sind Schutzrechte und Qualität entscheidend
- Datenverarbeitung für Personalisierung erfordert höchste Vorsicht
- Personalisierung kann zur Passivität oder Manipulation führen
- Berufsgruppen wie Illustrator*innen geraten durch KI unter Druck
Wie Gamification helfen kann, Chancen zu nutzen und Risiken abzufedern
Gamification bietet einen wertvollen Rahmen, um den Umgang mit KI zu gestalten. Sie fördert Neugier, schafft Transparenz und ermöglicht Kindern, aktiv mit Medien zu interagieren statt sie nur zu konsumieren. Damit kann sie helfen, KI nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen.
Spielmechaniken wie Feedbacksysteme, Entscheidungsbäume oder variable Schwierigkeitsgrade können so gestaltet werden, dass sie Kinder zur Reflexion anregen. KI kann dabei im Hintergrund Inhalte anpassen, aber das Spiel bleibt offen, fordernd und interaktiv. Das ist entscheidend, damit Kinder lernen, sich in digitalen Welten selbstbestimmt zu bewegen.
Ein gutes Beispiel ist das Projekt „Mission 1929“, das Pfeffermind gemeinsam mit dem MDR entwickelt hat. Hier tauchen Kinder spielerisch in die Geschichte ein, treffen Entscheidungen und erleben deren Konsequenzen. Es zeigt, wie Gamification Inhalte vermittelt, ohne zu belehren, aber mit Wirkung.
Darüber hinaus setzen wir bei Pfeffermind (wenn es vom Kunden gewollt & projektbezogen sinnvoll ist) KI aktiv in der Entwicklung ein. So können wir z. B. mit KI-generierten Visuals kosteneffizient und schnell Prototypen umsetzen. Auch UX-Tests lassen sich mit KI-basierten Personas vorab simulieren.
Mehr zu Gamification im Allgemeinen:
- Der Ultimative Gamification Guide
- Know-How: Gamification in Unternehmen
- Know-How: Gamification im Personalwesen
Fazit
KI eröffnet natürlich viele neue kreative Räume für Kindermedien, während Ihre Nutzung transparent, ethisch und kindgerecht gestaltet sein muss. Gerade in einer Zeit, in der Technik zunehmend unsichtbar im Hintergrund wirkt, brauchen wir Formate, die junge Menschen stärken – nicht überfordern.
Gamification bietet hier einen entscheidenden Zugang. Wir können KI erlebbar, verständlich und reflektierbar machen. Als Pfeffermind setzen wir uns dafür ein, diese Verbindung sinnvoll zu gestalten. Durch kreative Projekte wie „Mission 1929“, durch KI-gestützte Entwicklungsmethoden und durch neue Ansätze wie Sprach-KI im Escape Room.
Ready to play? Seit >10 Jahren steht Pfeffermind für Gamification & Serious Games Expertise. Als perfekte Mischung aus effizienter Beratung & kreativer Agentur. Und mit Kunden von Bildung bis Banking, von Bosch bis zum Bundesministerium. Womit können wir weiterhelfen?