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Von der Idee zur Gamification – ein Podcast-Gespräch

Philipp Reinartz, Mitgründer von Pfeffermind und Gamification Experte hat sich mit Moritz Stoll von netzpiloten.de getroffen. Im gemeinsamen Gespräch unterhalten sich die beiden ausführlich über das Thema Gamification: was ist das eigentlich genau und wie und wofür wird sie angewendet? Und wie findet man gute Ideen? Die ganze Unterhaltung kann man sich als Folge der Podcastreihe Tech und Trara auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder direkt auf der Netzpiloten-Seite anhören. Zum Nachlesen gibt es hier auch die Kurzfassung:   Gamification – nur ein Trend? In der Podcastreihe Tech und Trara unterhält sich Moritz Stoll von den Netzpiloten mit unterschiedlichsten Denkern und Machern aus der deutschen Digitalszene. Es geht dabei immer um Themen rund um die digitalisierte Welt, sowie neuere Entwicklungen und Trends im digitalen Bereich. Gamification ist ebenfalls solch ein neuer Trend – so scheint es. Doch Philipp Reinartz erklärt, dass es Gamification eigentlich schon seit sehr langer Zeit gibt. Schon vor hunderten von Jahren haben Menschen ihren Alltag mit spielerischen Elementen bereichert. Und darum geht es letztendlich: spielerische Elemente in einen Kontext setzen, der eigentlich nichts mit Spielen zu tun hat. Warum? Ganz einfach: Spiele machen Spaß! So motiviert man Menschen bei Aufgaben, die eigentlich keinen Spaß machen. Zum Beispiel im Bereich der Bildung bzw. der Weiterbildung. Oder im Marketing, um zu erreichen, dass es Kunden Spaß macht, mit der eigenen Marke zu interagieren. Wie man auf kreative Ideen kommt Gute Gamification erfordert natürlich auch immer kreative Ideen. Philipp Reinartz erklärt, dass sich seine eigene Strategie der Ideenfindung mit der Unternehmensgründung gewandelt hat. Als junger Mensch hat er häufig an Ideen gefeilt, diese aber zunächst niemandem mitgeteilt. Erst als die Idee vollkommen umgesetzt war, zum Beispiel in Form eines fertigen Romans, hat er das Ergebnis dann Freunden und Familie gezeigt. Heute geht er da anders ran: sobald ein erster Ideenentwurf steht wird schon das erste Feedback – zum Beispiel vom Kunden – eingeholt. Fällt dieses positiv aus, kann an der Idee weitergearbeitet werden. Andernfalls wird die Idee verworfen, was aber auch kein Problem ist, denn man hat ja nicht so viel Zeit hineingesteckt. So wurde der Fokus bei der Ideenfindung ein bisschen weniger idealistisch, dafür mehr pragmatisch: Was kann man bzw. der Kunde konkret mit der Idee anfangen? Welcher Nutzen steckt dahinter, was wird damit erreicht? Gamification ist mehr, als man denkt Es gibt die Meinung, Gamification versuche nur Konzepte von Videospielen ins reale Leben zu übertragen. Da hält Philipp Reinartz entschieden dagegen. Natürlich gibt es simple Spiele-Mechaniken wie z.B. Points, Badges, Leaderboards (PBL), die häufig auch in Computerspielen vorkommen. Diese sind als Kernelemente einer guten Gamification-Lösung aber normalerweise nicht ausreichend. Ein Beispiel für eine gelungene Gamification, die komplett ohne PBL auskommt, ist die Geschichts-Lernapp „A touch of history“. In dieser können Lernende  den fiktiven Smartphone-Inhalt einer berühmten Persönlichkeit entdecken. So, als hätte es zu deren Zeiten auch schon Handys gegeben. Gamification muss aber auch gar nicht immer digital sein. Ein Teil der Projekte, die Pfeffermind schon umgesetzt hat, funktionieren komplett analog. Zum Beispiel ein Escape Game über IT-Security-Themen für das Unternehmen Bosch. Dieses wird einfach auf Papier gedruckt und funktioniert mit gängigen Büro-Utensilien. Auch in diesem Format konnte das Spiel bereits viele Bosch-Mitarbeiter auf der ganzen Welt begeistern. Interessiert? Möchten Sie mehr über Gamification erfahren? Dann hören Sie sich gerne den Podcast an! Oder kontaktieren Sie uns direkt!   Mehr zum Thema

Mit Augmented Reality gamifizieren

Bei Augmented Reality (kurz: AR) handelt es sich per Definition um die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Doch meistens versteht man darunter eine visuelle Erweiterung durch Überlagerung. Das heißt durch Kameratechnik wird der reale Raum als simplifizierte 3D-Umgebung erfasst, um darin erweiternde 3D-Inhalte einzusetzen. Dementsprechend ermöglicht das vorausgehende Erfassen des Raums eine perspektivisch richtige und natürliche Orientierung der künstlichen 3D-Objekte. Auf Apples Website zum ARKit werden auch Consumern ganz schnell die Schnittstellen zwischen dieser Technologie und Gamification deutlich. AR verändert, wie du arbeitest, lernst, spielst, einkaufst und mit der Welt um dich herum interagierst. Du kannst damit perfekt Dinge visualisieren, die sonst nicht oder nur umständlich zu sehen wären. (Apple)   Augmented Reality, Virtual und Mixed Reality? So viele Realitäten gleichzeitig? Handelt es sich hier um Parallel-Universen? Nein – natürlich nicht. Die untenstehende Grafik veranschaulicht die verschiedenen Begrifflichkeiten zu der Thematik recht gut. Denn nach Paul Milgram et al. (1994), handelt es sich um ein Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum. Dieses zeigt das gesamte Spektrum von realer Umgebung über erweiterte und virtuelle Realität. In der Marketing- und Consumersprache fasst man das Ganze als Mixed Reality zusammen.   IKEA-Besuch in Augmented Reality Wir haben ein Mixed Reality Spiel konzipiert, das den Besuch im IKEA Store zur spannenden Schnitzeljagd werden lässt. Die ohnehin lebensnah gestalteten Showrooms wurden zum Leben erweckt, damit die Kunden in die Geschichten ihrer fiktiven Bewohner eintauchen können. So erzählt jeder Showroom die Story einer Familie. Ähnlich der Escape Room Logik finden die IKEA Besucher Hinweise und Rätsel über die Bewohner, die sie zusammensetzen müssen. Dadurch erfahren sie, welche Objekte sie mit dem in der IKEA Family App eingebauten Augmented Reality Gamification Tool scannen sollen. Der zweite Teil des Spiels führt die Kunden auf die Produktfläche, wo sie mit Cleverness und Aufmerksamkeit herausfinden, wohin die jeweiligen Familien verschwunden sind. Eine analog digitale Experience, die einer breiten Zielgruppe den Besuch im IKEA Store versüßt. Und mit „IKEA Place“ hat Ikea nun eine eventunabhängige Augmented Reality App zur individuellen und virtuellen Wohnraum-Planung gelauncht.   Geolocation-Games als AR „light“ Unsere Vision: Ein Spiel entwickeln, das so viel Spaß macht, dass ÖPNV-Kunden sogar Umwege fahren, um länger spielen zu können (aus unseren Referenzen). Mit ortsbasierten Games haben wir ebenfalls schon viel Erfahrung gesammelt. Z.B. war eine unserer ersten Whitelabel-Lösungen für ÖPNV-Dienste ein Spiel, bei dem man an jeder Haltestelle in eine kleine Quizfrage aufsammeln kann. Beantwortet man diese richtig, hat man die Chance, die Haltestelle zu besetzen, wie eine Straße bei Monopoly. Wenn andere Spieler an „meiner“ Haltestelle vorbeifahren, bekomme ich einen Teil der erspielten Punkte. Da ich jedoch auch vertrieben werden kann, entbrennt ein Kampf um die heißesten Spots der Stadt. Im letzten Jahr konnten wir das Konzept sogar schnell und kosteneffizient für die Leipziger Verkehrbetriebe adaptieren. Das Gameplay fühlt sich dabei schon recht „realitätserweiternd“ an – Augmented Reality „light“, könnte man sagen.   Vorteile von Augmented Reality Lebendigkeit: Die direkte Nähe zur echten Umgebung transportiert eine bisher unerreichte Lebendigkeit in digitalen Medien. Storytelling: AR Scan Games gibt es zu genüge, doch durch Gamification und Storytelling sind die Möglichkeiten von Mixed Reality fast grenzenlos. Trendthema: Die Nutzung von einer innovativen aber gleichzeitig sehr gut zugänglichen Technologie wird bei den Spielern positiv aufgefasst und bekommt somit relativ viel Aufmerksamkeit. Motivation: Der häufig starke Anteil zur individuellen Mitgestaltung bei AR-Konzepten erhöht die intrinsische Motivation der Spieler. Raumnutzung: Als Schnittstelle des realen und virtuellen Raums lassen sich mit Augmented Reality besonders originelle Szenarien konzipieren und darstellen. Bei der IKEA Family App nutzen wir die Room Settings als zentrale Anlaufstellen und Storyanker, verlagern das Spiel in Teil B aber zur optimalen Raumnutzung auf die Ausstellungsflächen.   Augmented Reality aktuell Was noch vor kurzem Zukunftsmusik war ist heute schon längst aktueller Trend. Apps wie „Complete Anatomy“ zeigen wie anschaulich Biologie-Stoff zum Selbstlernen sein kann. „Minecraft Earth“ ist eine wohl eher gelungene Adaption eines erfolgreichen Games in die AR-Welt. Und von den vielen Snapchat- und Instagram-Filtern ganz zu schweigen … Alles Augmented Reality. Der Launch von ARKit (Apple) und ARCore (Google) ermöglicht Entwicklern zuverlässigere Augmented-Reality-Schnittstellen denn je. Doch auch mit der Vuforia API lassen sich über eine simple Unity3D Integration schon schnell AR-Prototypen basteln. Bis wir uns gegenseitig als Hologramme in Video-Calls sehen können, wird jedoch vermutlich noch etwas Zeit vergehen …   Haben wir ihr Interesse geweckt? Sie möchten auch Augmented Reality und Gamification für ihr Unternehmen nutzen? Sei es für Marketingzwecke oder für andere Projekte – Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!  

OMR Masterclass 2020: Gamification im Marketing

Spiele faszinieren, begeistern und machen Spaß. Andere Tätigkeiten dagegen sind weniger unterhaltsam. Der tägliche Weg zur Arbeit beispielsweise. Aber auch die zwingend notwendige Weiterbildung im Unternehmen. Mit Gamification lassen sich solche unliebsamen Tätigkeiten angenehmer gestalten. Hierzu werden einzelne Elemente aus Spielen herausgegriffen und auf die Realität übertragen. Wie das konkret im Marketing aussehen kann, erklärte Pfeffermind-Gründer und Gamification Experte Philipp Reinartz letzten Mittwoch im Rahmen der OMR Masterclass 2020 „Vom Escape Room bis zur Gamified-Learning-App: Wie Ihr mit Gamification im Marketing punktet“. Mit dabei: Einblicke aus der Gedächtnisforschung, die zeigen, warum Gamification besser funktionieren kann als andere Vermittlungsformen. „Wenn wir Informationen nicht nur als reine Fakten sondern in spielerischer Form [via Gamification] vermitteln, dann sind diese mit höherer Wahrscheinlichkeit später besser abrufbar…“ @philrein, Digital Masterclass 2020 @OMRockstars pic.twitter.com/4CDKXOSthV — Pfeffermind (@Pfeffermind) June 18, 2020 Das Interesse an der diesjährigen Masterclass war groß. Über 600 Teilnehmende haben sich allein für den Gamification Workshop beworben. Aus ihnen wurden 400 Personen ausgewählt. Ein kleiner Trost für alle, die nicht zu den Auserwählten gehörten: Ein Mitschnitt der OMR Masterclass 2020 ist übrigens ab sofort auch online zu finden. Mehr zu Gamification als Marketing: Kundenakquise: Wie wäre es mit Gamification Brand Awareness durch Gamification steigern Kundenbindung spielend angehen mit Gamification

15. April 2020  · Gamification Marketing, Know-how

Know-how: Gamification Marketing

Gamification im Marketing ist mittlerweile ein recht häufiges Phänomen. Viele Unternehmen locken mit spielerischer Werbung. Ob online Mini-Game, Gewinnspiel oder eine eigene App. Die Zielgruppe spielerisch und interaktiv ansprechen! Das liegt heiß im Trend. Doch warum kann Gamification Marketing für die Wahrnehmung einer Marke so effektiv sein? Das und mehr zeigen wir hier anhand von Beispielen. Im Folgenden erfahren Sie daher alles, was Sie über Theorie und Praxis von Gamification im Marketing wissen müssen. Doch wie kann eine gamifizierte Kampagne aussehen? Und wie wird Werbung erfahrbar? Welche spielerischen Trends funktionieren?   Inhalt 1. Was ist Gamification Marketing? 2. Wann ist Gamification in der Werbung sinnvoll? 3. Beispiele für Gamification im Marketing. 4. Wie nutze ich Gamification für meine Werbekampagne?   Was ist Gamification Marketing? Darunter verstehen wir Gamification, die sich an (potenzielle) Kunden und Endverbraucher für Produkte oder Dienstleistungen einer Marke richtet. Spielerische Elemente werden in einem spielfremden Kontext verwendet. Im Kontakt mit dem Kunden bzw. in einer Werbekampagne. Um die Vorteile von Gamification im Marketing zu erkennen, sollten die Grundlagen der Gamification klar sein. Denn von denselben Vorteilen profitiert auch die Zielgruppe der Werbekampagne. In den weiterführenden Artikeln gehen wir auf die Gamification-Basics ein. Mehr zur Gamification Theorie allgemein: Unsere Game Thinking Methode erklärt. Der ultimative Gamification Guide. Gamification Tools: Unser Player Journey Toolkit.   Wann ist Gamification in der Werbung sinnvoll? Nach dem Modell von Georg Franck leben wir in einer Ökonomie der Aufmerksamkeit. Diese Sicht auf die Gesellschaft besagt, dass Aufmerksamkeit der Menschen ein knappes Gut ist. Das spiegelt sich auch in der Welt der Werbung  wider. So liegt es auf der Hand, dass jedes Medium genutzt wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die immersive Natur von Games spricht dafür. Denn wird der Nutzer durch Gamification motiviert, verbringt er auch mehr Zeit mit der Marke. Außerdem fühlt sich der Endverbraucher durch gelungene Gamification stärker verbunden. Deswegen werden interaktive Inhalte oft als positive Erfahrung abspeichert. Schließlich sind das große Vorteile, die sich Unternehmen zunutze machen können. Sowohl zur Kundengewinnung und zur Kundenbindung lassen sich damit Erfolge erzielen. Unsere weiterführenden Blog-Beiträge informieren Sie auch über Gamification im Tourismus oder Motivational Design. Mehr zu relevanten Marketingthemen: Tourismus Marketing durch Gamification. Motivational Design: Die 8 Pfeiler der Octalysis. Kundenakquise: wie wäre es mit Gamification?     Beispiele für Gamification im Marketing? Für Gamification im Marketing gibt es sehr viele Beispiele. Ein Franchise, das als Werbespiel launchte und mittlerweile Kultstatus besitzt, ist die Moorhuhnjagd. Auch das McDonalds Monopoly ist bereits seit vielen Jahren ein besonders erfolgreiches Beispiel. Ohne dass es immer ein komplettes Spiel sein muss. Zudem können auch mit geringerem Entwicklungsaufwand klassische Werbekampagnen durch Gamification aufgepeppt werden. Eine immer beliebtere Form des Gamification Marketings ist die einer kampagnen begleitenden App. Zum Beispiel haben wir für die Leipziger Verkehrsbetrieben eine gamifizierte App zur Besserung ihres Image und der Fahrgastzahlen entwickelt. Steffen Palm (33), Leiter LVB-Marktkommunikation: „Unser Spiel ist eine Mischung aus Quartett, Panini-Sammelalbum, Pokemon Go und Gewinnspiel.“ Mehr Beispiele zu Gamification im Marketing: Gamification im Nahverkehr: Leipzschini-Jagd. Erfolgreiche Marketingstrategie mit Advergaming. Von Persuasive Design zu Gamification.   Wie nutze ich Gamification für meine Werbekampagne? Bei Pfeffermind sehen wir drei Hauptnutzen für eine spielerische Werbekampagne. Zuerst ist es ein herausragendes Mittel zur Kundenakquise und Kundenbindung. Denn die interaktive Natur einer spielerischen Anwendung wird ohnehin Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Weiterhin ist es ein Mittel zur  Motivation. Denn das Spiel motiviert zur Beschäftigung mit dem beworbenen Produkt. Nicht zuletzt bietet eine solche Kampagne auch einen gewissen Lerneffekt. Also kann das Spiel auch über die Marke bzw. das Produkt informieren. Ein guter Start für die Planung einer spielerischen Marketing-App sind folgende Kriterien: Moderne Umsetzung als Web-App mit niedriger Einstiegshürde und ohne Installation. Einfache Spielmechanik für ein breites Publikum. Gezielt um Gamification-Mechaniken ergänzen. Im besten Falle bestehen Parallelen zwischen Interaktivität der Kampagne und Besonderheiten des beworbenen Produkts. Marketingstarker Content, z.B. mit Merchandise-Potential. Schließlich die Konzeption einer zusätzlich begleitenden Social-Media-Gamification. So können sich Spieler z.B. durch das Lösen von Rätseln Vorteile im Spiel ergattern. Benötigen Sie Unterstützung? Wir helfen gerne! Als Gamification Agentur beraten wir unsere Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen. In Form von Workshops mit Einsatz der Player Journey. Oder durch Entwicklung maßgeschneiderter Gamification Marketing-Konzepte. Sprechen Sie uns an! Weiterführendes zur gamifizierten Vermarktung: Spielerische Kundenbindung. Augmented-Reality-Quest. Adventure Gamebooks im neuen Gewand! Case Study: Adventure Gamebook.

Gamechanger – Arbeit neu denken

Unter einem Gamechanger versteht man eine Person, ein Unternehmen oder ein Produkt, welches die geltenden Regeln und Mechanismen eines Marktes radikal verändert. Meistens handelt es sich um eine effizientere Technologie, Methode oder Denkweise, die Bestehendes obsolet macht. Der Weg dorthin führt über die folgenden Eckpunkte: Transformation, Optimierung, Veränderung sowie den Status Quo zu hinterfragen.   Time for a Change Das Wort selbst setzt sich aus den englischen Begriffen „Game“ und „Changer“ zusammen. Unter einem Gamechanger versteht man daher in der wortwörtlichen Übersetzung einen Spielveränderer. Allerdings hat sich hierzulande der so genannte Paradigmenwechsel als passendste Übersetzung durchgesetzt. Das Ziel ist es durch neue Sichtweisen auf Optimierungspotenziale zu stoßen, die ein bestehendes Produkt oder gar eine Branche nachhaltig verbessern sowie einen revolutionären Wandel herbeiführen, der alle Marktteilnehmer betrifft.   Brechen von Regeln Im Zentrum steht das bewusste Überdenken und Brechen von Regeln, die auch bei echten Spielen ein elementarer Bestandteil sind. Durch diese Art des out of the box-Denkens werden unbekannte Potenziale sichtbar, die vorher durch festgefahrene Strukturen sowie eintönige Sichtweisen unentdeckt geblieben sind. Marktteilnehmer, die nicht mehr in der Lage sind sich weiterzuentwickeln, können sowohl kurz- als auch langfristig Gefahr laufen in ihrer Branche abgehangen zu werden, wenn sie eine essentielle Disruption verpassen.   Gamification in der Arbeitswelt Das Nutzen von Spielmechanismen im Unternehmenskontext bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um unentdeckte Potenziale bei den eigenen Mitarbeitern und Arbeitsfeldern zu entdecken. Den Teilnehmern werden auf kreative Art und Weise neue Sichtweisen auf das eigene Schaffen ermöglicht. Spielerisch können sie so die eigene Welt in einem geschützten Umfeld neu entdecken, Elemente kombinieren, verwerfen oder tauschen und Regeln brechen. Diese Herangehensweise ermöglicht nicht nur neue Perspektiven, sondern macht auch Spaß und steigert die Arbeitszufriedenheit und Motivation.   Opportunities erkennen Ungenutzte Potenziale können sich in vielen Bereichen des Lebens verstecken. Sie als erstes zu finden und als solche zu erkennen ist eine der größten Herausforderungen für Unternehmen im 21. Jahrhundert. Im Rahmen der Globalisierung können sich Wandel schneller vollziehen und sich unbemerkte Chancen schmerzvoll bemerkbar machen. Doch vielleicht befindet sich die nächste Opportunity ja bereits in der eigenen Firma und wartet nur noch darauf entdeckt zu werden. Das Nutzen von Spielelementen im Rahmen der Gamification sowie bei Serious Games kann hierbei einen wichtigen Beitrag leisten.   Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sie möchten auch Gamification für ihr Unternehmen nutzen? Sei es für Motivationssteigerung oder für andere Projekte – Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!

Tourismus Marketing durch Gamification

Tourismus ist für viele Städte ein wichtiger Teil der lokalen Wirtschaft. Nicht nur für Hotels und Museen ist er wichtig, sondern auch für Geschäfte und Freizeitangebote. Durch moderne Reisemöglichkeiten ist jedes Ziel einfach zu erreichen. Städte stehen deswegen in direkter Konkurrenz zueinander, ganz egal wo auf der Welt sie sich befinden. Es wird dadurch immer schwieriger, vor allem für kleinere Städte, genügend Touristen anzuziehen. Welche Elemente aus der Gamification können sinnvoll im Tourismus Marketing angewandt werden, um Städte attraktiver darzustellen?   Tourismus Marketing Beim Tourismus Marketing geht es nicht nur darum einfache Werbung für Städte zu gestalten. Auch den Ausbau der Infrastrukturen und die Entwicklung von Museen und Sehenswürdigkeiten zu begleiten, ist dabei wichtig. Diese Punkte müssen die lokalen Besonderheiten zur Geltung bringen, innerhalb und außerhalb der Stadt. Wenn Touristen erstmal in der Stadt sind, heißt es noch lange nicht, dass die Rolle des Tourismus Marketings zu Ende ist. Auch die Angebote müssen die Besucher überzeugen. Vor allem in größeren Städten ist die Auswahl meistens so groß, dass die Touristen nur einen kleinen Teil besichtigen oder nutzen können. Dabei hat jede Art von Angebot eigene Bedürfnisse und Einschränkungen, die es beim Tourismus Marketing zu beachten gilt. Die verschiedenen Anwendungen des Tourismus Marketing können hierbei alle von Gamification, also von der geschicken Einführung von Spielelementen, profitieren.   Beispiel für Tourismus Marketing: Ortsbasierte App für Städte Wie bringt man am besten Sehenswürdigkeiten zur Geltung, ohne sie zu verunstalten? Oft werden Texte und Bilder in der Umgebung dieser angebracht, doch dies ist nicht gerade die eleganteste Lösung und kann das visuelle Gesamtbild der Sehenswürdigkeit beeinträchtigen. Manchmal werden auch Tonanlagen benutzt. Die steigende Anzahl an internationalen Touristen erschwert die effiziente Nutzung in diesem Fall allerdings. Ganz nebenbei sind Texte auch nicht unbedingt die beste Art, Wissen zu übermitteln. Durch die Anwendung neuer Technologien und Gamification kann man diese Probleme überwinden. Eine ortsbasierte App kann entwickelt werden, um Touristen relevante Informationen zu ihrem Umfeld zu geben. Dabei wird Wissen auf gamifizierte Weise am besten vermittelt. Über das Smartphone können einfache Spielarten, die auch im E-Learning Verwendung finden, angeboten werden. Sei es durch Quiz-Spiele oder andere Formen. Besucher werden sich mit mehr Freude Informationen über Regionales aneignen und dieses Erlebnis mit Bekannten teilen!   Museum und Gamification Mit der globalisierten Konkurrenz reicht es nicht mehr ein Museum über ein besonderes Thema zu haben, da ähnliche Themenansätze in anderen Städten oftmals existieren. Auch innerhalb größerer Städte ist es nicht einfach sich allein mit einem guten Thema und einer interessanten Ausstellung hervorzuheben. Um in der Stadt oder sogar in der ganzen Welt als unumgänglich zu gelten, muss ein Museum zum einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis werden. Dabei soll keinesfalls das eigentliche Ziel des Museums, das Vermitteln von Informationen über ein bestimmtes Thema, in Vergessenheit geraten. Viele Museen integrieren schon Videoelemente oder Virtual Reality in ihren Ausstellungen. Aber auch Gamification hat hier seinen Platz. Wir haben zum Beispiel für die Klangwelt im Toggenburg ein solches Projekt realisiert. Als Museum über den Klang und seine Geschichte wollte die Klangwelt eine neue Art einer interaktiven Ausstellung adaptieren. Dafür haben wir ein Escape Game konzipiert. In diesem Escape Game müssen die Besucher das Geheimnis einer verschwundenen Musiklehrerin lüften. Jedes Rätsel, das dabei zu lösen ist, hatte einen Bezug zum Thema Klang. Eine solche Ausstellung bleibt bei den Besuchern als schönes Erlebnis in Erinnerung.   Hotel und Gamification Preis, Verfügbarkeit und Qualität des Services sind oft die ersten Elemente, die beim Buchen eines Hotels entscheidend sind. Aber wie wäre es mit einem Hotel, das einen Extraservice zur Verfügung stellt? Jeder Gast hat ein Zimmer und jedes Zimmer ein Geheimnis. So könnte das Konzept aussehen. Durch eine Augmented-Reality-App kann sehr einfach auch ein Hotelzimmer zum Escape Game werden. Das ist schwer vorstellbar? Dann kennen sie die Augmented-Reality-Quest noch nicht, die wir uns für das 75-jährige IKEA-Jubiläum ausgedacht haben! Durch die IKEA Family-App wurde dieses Spiel in der Schweiz zur Verfügung gestellt. Um es zu benutzen, konnte man einfach in ein IKEA-Geschäft seiner Wahl gehen und die zahlreichen Geschichten in den Showrooms miterleben. Die beispielhafte Einrichtung der IKEA-Filialen wurde dabei durch Augmented-Reality zu Spielelementen dieser Geschichten. Um sich mit einem Spiel hervorzuheben, könnte auch ein Hotel den Bezug zur eigenen Geschichte der Region nutzen.   Haben wir ihr Interesse geweckt? Sie möchten auch Gamification für ihr Unternehmen nutzen? Sei es für Tourismus Marketing oder für andere Projekte – Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!  

06. Januar 2020  · Allgemein, Featured, Gamification Marketing

Gamification im Nahverkehr: Leipzschini-Jagd

Die Leipzschinis sind los! Gamification in Leipzig: Für alle Nahverkehr-Fahrer war in der Adventszeit das große Sammeln angesagt! Pfeffermind hat für die Leipziger Verkehrsbetriebe eine maßgeschneiderte ÖPNV-Gamification konzipiert und realisiert. Das Ziel der LVB: Eine sechswöchige Kampagne zu Erhöhung der Fahrgastzahlen und Verbesserung des Unternehmens-Image! Schon mit einigen Nahverkehrsbetrieben Deutschlands konnten wir nun unsere White-Label Gamification Lösung ‚City-Quiz‘ durchführen. Auf Basis dieses Erfolgs, haben wir die Leipziger von unserem maßgeschneiderten ÖPNV Konzept, der Leipzschini-Jagd, überzeugt.   Nahverkehr-Gamification In der Weihnachtszeit lief die große Leipzschini-Jagd und die LVB verloste dabei über 2.000 Preise! Die Leipziger konnten sogenannte Leipzschinis aus 6 Familien sammeln: die Bimmels, die Funnsls, die Griebschns, die Guschns, die Muddels und die Dämsens. Und in jeder Familie gab es 8 Leipzschinis zu fangen. Jede komplette Familie war eine Chance auf einen tollen Wochengewinn! Scanne die Codes auf dem Fahrgast TV im Nahverkehr. Dann wird dir angezeigt, welcher Leipzschini sich an der Haltestelle versteckt. Wähle nun ein Versteck, unter welches du gucken möchtest. Mit ein bisschen Glück fängst du den Leipzschini oder findest einen von 2.000 Sofortgewinnen! Die Nahverkehr-Gamification ging vom 01.11.19 bis 19.12.19. Wer bis dahin alle 48 Leipzschinis gefunden hatte, nahm automatisch an der Verlosung des Hauptgewinns teil: eine Traumreise im Wert von € 5000! LVZ: ‚Leipzig im Leipzschini-Fieber: Jetzt Monster-Sammlung komplett machen!‘   Warum Leipzschini-Jagd? Steffen Palm (33), Leiter LVB-Marktkommunikation: „Unser Spiel ist eine Mischung aus Quartett, Panini-Sammelalbum, Pokemon Go und Gewinnspiel.“ Panini-Sammelalbum, Pokemon Go und Gewinnspiel? Die Lösung ist im Prinzip sehr simpel: sowohl spielerisch als auch technisch. Dadurch war es aber möglich, den knappen Projektzeitplan einzuhalten. In drei Monaten hat Pfeffermind das gesamte Projekt in Zusammenarbeit mit einer der größten Softwareagenturen Deutschlands durchgeführt. Dementsprechend mussten wir die ortsbasierte White-Label-Lösung dieses Mal etwas vereinfachen und an den Kunden und den Zeitplan anpassen. Die Nahverkehrsunternehmen haben einen schweren Stand. Sie sind Mittel zum Zweck und niemand genießt das tägliche Bahnfahren zur Arbeit. Viele ÖPNV-Anbieter suchen daher schon nach einem Mehrwert, den sie ihren Kunden bieten können und der die Zeit in Bus und Bahn versüßt. Oder einen Weg, um seinen Kunden etwas zurückzugeben. Unser Auftrag: Wie machen wir den täglichen Weg zu Arbeit so interessant, dass sich Nutzer auf den ÖPNV freuen? Wie können wir den öffentlichen Personennahverkehr gamifizieren? Unsere Vision: Ein Spiel entwickeln, das so motiviert, dass LVB-Kunden sogar Umwege fahren, um länger spielen zu können. Dafür haben wir eine Web-App entwickelt, bei der man an jeder Haltestelle in Leipzig die Chance hat ein kleines Leipzschini zu fangen. Mit gesammelten Münzen konnte man seine Fangchancen durch Kaufen von Jokern erhöhen. Leipzschinis, die ich doppelt habe, kann ich meinen Freunden schenken. Wem noch gezielte Leipzschinis gefehlt hatte, konnte auf den Social-Media-Kanälen der LVB jeden Tag Rätsel lösen, um die Verstecke für diesen Tag aufzudecken. Und wer kein Glück beim Versteck-Spiel hatte, kann es an der nächsten Station einfach nochmal versuchen!   Überzeugt? Wollen auch Sie ihre ÖPNV-Kunden durch Gamification im Nahverkehr stärker binden? Von White-Label-Lösung bis zur maßgeschneiderten Image-Kampagne ist alles möglich! Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns.

Kundenakquise: wie wäre es mit Gamification?

Eine effiziente Kundenakquise ist ein wichtiger Grundstein für jedes Unternehmen. Doch obwohl es immer mehr Mittel zur Kommunikation gibt, wird es durch die Massenkommunikation immer schwieriger potentiellen Kunden aufzufallen. Wie kann Gamification die Aufmerksamkeit möglicher Kunden erwecken und so zur Akquise beitragen?   Was verbindet Kundenakquise und Gamification? Was ist aber überhaupt Kundenakquise? Dabei handelt es sich nicht um eine einfache Marketing-Operation zur Marktpräsenz. Das Ziel ist hier, direkt Kunden zu gewinnen. Es können sowohl Kunden sein, mit denen schon Beziehungen bestehen (Warmakquise) oder völlig neue Kunden (Kaltakquise). Ein gutes Produkt ist natürlich wichtig, um Kunden zu überzeugen. Das allein reicht aber nicht aus. Ein wichtiger Teil der Marketing-Operationen ist es, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu gewinnen. In unserer Zeit ist dies eine immer größer werdende Herausforderung. Gamification ist der Einsatz von Spielelementen im spielfremden Kontext. Diese Elemente haben viele mögliche Effekte. Erhöhte und länger anhaltende Aufmerksamkeit sind Phänomene, die man tatsächlich beobachten kann. Bei diesen Qualitäten erkennt man schnell, dass Gamification eine höchst interessante Methode im Bereich der Akquise ist.   Gamification als Marketingmethode Marketing ist ein sehr breitgefächerter Bereich, und Gamification kann dabei vielseitig eingesetzt werden. Das Steigern der Brand-Awareness durch Gamification ist dabei ein sehr gutes Beispiel. Gamifizierte Werbekampagnen schaffen interaktive und merkenswerte Erlebnisse. In Verbindung mit Marke oder Produkt erhöht sich die Brand Awareness. Dies erleichtert in Konsequenz die Kundenakquise erheblich. Eine Einschränkung klassischen Marketings ist die Schwierigkeit, ein breites Spektrum möglicher Kunden anzusprechen. Auch hier ist Gamification von Nutzen. Spiele ziehen jede Altersgruppe an. Nicht nur ein junges Publikum wird durch gamifizierte Kampagnen angesprochen, sondern tatsächlich auch ältere Kunden. Die meisten Leuten spielen heutzutage täglich, manchmal sogar ohne es zu merken. Somit können Kunden intuitiv viele Spielkonzepte verstehen und bedienen. Gute gamifizierte Kampagnen werden schnell zum großen Erfolg und sind somit eine ideale Marketingmethode. Da durch Spielelemente ein direkter, interaktiver Kontakt zum Kunden hergestellt wird, ist der Wert von Gamification im Bereich der Kundenakquise klar.   Von Kundenakquise zur Kundenbindung Neukunden müssen für einen langfristigen Erfolg auch nachhaltig gebunden werden. Hier kommt die Kundenbindung ins Spiel. Jubiläumsaktionen oder Kundenkarten sind dafür bekannte Beispiele. Besonders Jubiläumsaktionen sind meistens größere Kampagnen, die sehr gut von Gamification profitieren. Bei diesen Kampagnen muss man dem Kunden eine Frage beantworten: Warum bin ich hier Kunde und nicht bei der Konkurrenz? Dies geht am besten, wenn die Kampagnen interaktiv sind und vor allem Spaß machen. Auch hierbei überbieten sich viele mit Angeboten, Sonder-Rabatten oder Massenwerbung. Aber reicht das, um aus der Masse herauszustechen? Kampagnen, die die Zielgruppe interaktiv ansprechen und unterhalten sind viel beliebter und bleiben länger positiv in Erinnerung. Schon das einfache Verwandeln einer Verlosung in Quizfragen oder Rätsel-Aufgaben erzielt gleich einen größeren Erfolg! Selbst ohne zu gewinnen, haben die Kunden eine unterhaltsame Erfahrung gemacht. Eine nachhaltige, positive Verbindung zu dem Unternehmen oder der Marke ist hergestellt.   IKEA Augmented Reality Quest: Beispiel erfolgreicher Kundenakquise und Kundenbindung durch Gamification IKEA Schweiz wollte zum 75. Jubiläum des Unternehmens ein ganz besonderes Erlebnis für bestehende – aber auch neue – Kunden organisieren. Dabei sollte die IKEA Family App als Mittel zur Bindung von Kunden im Vordergrund der Kampagne stehen. Unsere Idee war es, den Besuch des IKEA Stores zur modernen Schnitzeljagd zu machen. Durch Mixed Reality und Elemente aus Escape Games wurden die verschiedenen Räume zu lebendigen Orten mit Einwohnern und ihren Geschichten. Um verschwundenen Einwohnern auf die Spur zu kommen, mussten verschiedene Objekte in den Showrooms durch Rätsel gefunden und mit der App gescannt werden. Eine solche Jubiläumsaktion bindet durch die gebotene Unterhaltung selbstverständlich Kunden. Darüber hinaus werden mit der entsprechenden Kampagne auch neue Kunden in die Geschäfte gelockt. Dabei entdecken sie IKEA Produkte. Auch die IKEA Family-App haben sie schon installiert. Und dank des Spiels behalten sie eine positive Erinnerung an den IKEA Store. Somit werden Kundenakquise und Kundenbindung in einer gemeinsamen Kampagne verbunden!   Überzeugt? Wollen auch Sie durch Gamification ihre Kundenakquise boosten? Oder wollen Sie womöglich auch Kundenakquise und Kundenbindung in einer größeren Kampagne verbinden? Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns.

Ein Podcast über Gamification und noch viel mehr

Philipp Reinartz, Mitgründer und Geschäftsführer von Pfeffermind, war zu Gast im Share and Grow Podcast von Muriel Böttger, um unter anderem über Gamification zu sprechen. Dort erklärte er, wie er seine verschiedenen Interessen vereint, aber auch wie Kreativität und eine strukturierte Arbeitsweise notwendig sind, um Spiele zu kreieren. Hier gibt es die Kurzfassung zum Nachlesen!   Zu Gast im Podcast Share & Grow ist einer der führenden Podcasts für Positive Psychologie und ein starkes Mindset. Er dreht sich rund Fragen wie: Was ist Positive Psychologie? Was hat sie mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun? Und wie ich sie für mich nutzen? Ein Podcast, der den Hörern etwas beibringt, das essentiell für die Erschaffung eines guten Lebens ist. In Form von kurzen  Folgen gefüllt mit Handlungsimpulsen, Übungen und Anekdoten gibt Muriel einen Einblick, wie man Positive Psychologie einsetzen kann. Philipp Reinartz (33) ist Kreativunternehmer, Autor und Publizist. Als Mitgründer unserer Berliner Agentur Pfeffermind entwickelt er digitale und analoge Spiele, unter anderem für IKEA, Samsung und das Goethe Institut. Daneben ist er Mitgründer des größten deutschen Anbieters von Room Escape Games. Er veröffentlicht Romane im Rowohlt und Goldmann Verlag, schreibt für ZEIT online und das Süddeutsche Zeitung Magazin, unterrichtet an einer Hochschule, moderiert Veranstaltungen und hält Workshops.   „Jeden Tag etwas anderes machen“ Unser Gründer Philipp Reinartz verrät, dass er sich mit seinem abwechslungsreichen Alltag einen Kindheitstraum verwirklicht hat. Er war schon immer vielseitig interessiert und ist keine Kompromisse eingegangen. Jetzt kann er seine Kreativität in seinen vielfältigen Beschäftigungen einbringen. Aber wie geht das? Es ist ein harter Weg, aber auch ein belohnender. Kreativität war selbstverständlich zentral, aber keineswegs ausreichend. Ohne gute Organisation wäre es nicht zu schaffen, erklärt Philipp Reinartz im Podcast. Was auf das Management einer Vielfalt an Interessen trifft, trifft genauso auch auf das Schaffen von Spielen. Bei einem Spiel müssen viele Aspekte gründlich durchdacht werden. Vom grafischem Design bis zur technischen Implementierung über das Game Design darf nichts vernachlässigt werden. Dabei sind strukturierte Arbeitsmethoden unumgänglich. Man muss alles koordinieren und zu einem Ganzen zusammenfügen. Natürlich lässt sich auch ohne Kreativität nichts schaffen. Deswegen darf diese nie durch die Arbeitsweise verdrängt werden. Nur wer beides vereinen kann, ist in der Lage ein gutes Spiel zu entwickeln.   Gamification im Podcast-Format! Bei der Gamification eines Konzeptes reicht es aber nicht, ein gutes Spiel herzustellen, es muss auch dem Kunden und dessen Bedürfnisse entsprechen. Das Verwandeln einer Aufgabe in ein Spiel und die Motivierung verschiedener Spieler-Profile sind noch zusätzliche Challenges, die man bei der Gamification zu beachten hat. Deswegen ist es dabei umso wichtiger, eine strukturierte Arbeitsweise im Diensten der Kreativität stets beizubehalten!   Interessiert? Möchten Sie mehr über Gamification erfahren? Dann hören Sie sich gerne den Podcast an! Oder kontaktieren Sie uns direkt!   Mehr zum Thema

Verlustaversion und ihr Nutzen in Gamification

Die Verlustaversion ist ein Teil der Prospect Theory. Diese wurde 1979 von Daniel Kahneman und Amos Tversky veröffentlicht. Diese ökonomische Theorie erhielt 2002 einen Nobelpreis und beruht auf kognitiven Verzerrungen, die das Verhalten irrationell beeinflussen. Die Verlustaversion soll einige dieser Verzerrungen erklären, die auch in anderen nicht-ökonomischen Kontexten von Interesse ist. Was genau ist aber Verlustaversion? Und wie kann man sie und die verbundenen Verzerrungen in Gamification benutzen?   Was ist Verlustaversion? Verlustaversion erklärt, dass Menschen Entscheidungen nicht aufgrund absoluter Werte treffen, sondern im Kontext ihres Referenzpunktes. Dabei werden mögliche Folgen der Entscheidung entweder als Gewinn oder als Verlust wahrgenommen. Außerdem – und das ist der Zentralpunkt dieser Theorie – tendieren alle Menschen dazu Verluste um einiges höher zu gewichten als Gewinne. Jede Person wählt ihren Referenzpunkt für jede Situation selbst. Dieser Referenzpunkt kann entweder das Vorhandene repräsentieren oder aber das Erwartete. Ein absoluter Gewinn kann deswegen auch als Verlust empfunden werden, falls dieser Gewinn geringer als der erwartete Referenzpunkt ist. Ein einfaches Beispiel kann diese Tendenz zeigen. In einer Umfrage hat man folgendes beobachtet. Man stellt zuerst den befragten Leuten eine Lotterie-Situation vor, bei der man mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% 100€ verliert. Andernfalls bekommt man einen Preis. Anschließend fragt man: Wie hoch muss der mögliche Preis sein, damit Sie spielen würden? Die meist angegebene Antwort: 200€. Obwohl ein Preis von 101€ schon ein positives Angebot wäre, ist die Angst vor dem Verlust so viel größer, dass die Leute viel mehr als Ausgleich erwarten. Die Verlustaversion beinhaltet verschiedene Formen kognitiver Verzerrungen: Der Besitztumseffekt (oder auch Endowment-Effekt) Der Trugschluss der versunkenen Kosten Es sind diese Verzerrungen, die im Bereich der Gamification von Nutzen sein können, da sie eine Motivation darstellen können.   Besitztumseffekt Der Besitztumseffekt besagt: Menschen schreiben Objekten, die sie besitzen, einen höheren Wert zu als Objekten, die sie nicht besitzen. Beim Verkauf wird zum Beispiel ein höherer Wert verlangt als der, den man selbst in einer Kaufsituation anbieten würde. Dies lässt sich direkt durch die Verlustaversion erklären. Tatsächlich wird der Verkauf als Verlust angesehen, denn man verliert etwas, das man besitzt. Und nachdem Verluste höher gewichtet werden, muss der darauffolgende Gewinn umso größer sein. Dieser Effekt betrifft aber nicht nur konkrete Objekte, sondern auch virtuelle. Somit kann der Besitz virtueller Objekte zum Beispiel in Spielen durch den erhöhten Wert motivierend sein. Für Gamification-Projekte kann es daher von Interesse sein, ein oder mehrere solcher Besitztümer zu integrieren. Auf diese Art profitieren wir von der erhöhten Motivation der Spieler. So stellt man Spielern zum Beispiel ein personalisierbares Königreich, Gebiet oder eine Farm zur Verfügung, das andere Spieler auch besuchen können. Dadurch integriert man ein persönliches virtuelles Besitztum, das die Spieler widerspiegelt. Dies wird durch den Besitztumseffekt als motivierend empfunden und ist unter anderem oft ein Bestandteil mobiler Spiele.   Trugschluss der versunkenen Kosten Versunkene Kosten („Sunk Costs“) sind Kosten, die nicht zu ändern sind. Da sie nicht mehr zu vermeiden sind, sollten sie theoretisch keinen Einfluss auf spätere Entscheidungen haben. Jedoch ist dies nicht der Fall. Menschen tendieren dazu, diese Kosten in ihren Entscheidungsprozessen zu integrieren. Der Trugschluss der versunkenen Kosten beschreibt genau dieses Verhalten. Wer hat noch nie eine Partie eines Brettspiels trotzdem zu Ende geführt, obwohl es längst keinen Spaß mehr gemacht hat? Die bisher in das Spiel investierte Zeit bringt einen dazu weiterzuspielen, obwohl traditionelle Entscheidungstheorien sagen würden: Hör auf, wenn der Spaß vorüber ist! Menschen denken: Ich möchte diese benutzte Zeit nicht „verlieren“ – obwohl sie längst vorüber ist und nur die zukünftigen Momente noch zu ändern sind. Wer etwas in ein Spiel investiert hat – sei es Zeit oder Geld –, der ist eher bereit weiter in dieses Spiel weiter zu investieren. Deshalb sind bei Spielen und gamifizierten Projekten die ersten Spielmomente die wichtigsten. Sind diese gut, gibt es eine erste Zeitinvestition. Nach dieser ersten Investition ist ein Spieler durch diesen Effekt öfter dazu bereit, sich weiter mit dem Spiel zu beschäftigen.   Verlustaversion und Gamification Die Theorie der Verlustaversion kann für spielerische Anwendungen durchaus von Nutzen sein. Man kann direkt in Spielen integrieren, dass Verluste wichtiger als Gewinne erscheinen. Ein Punkte-System, bei dem Fehler mit Punktabzug bestraft werden, kann zu einer erhöhten Motivation und Konzentration führen, was vor allem für gamifizierte Lernprozesse von großer Bedeutung ist. Ein solches System sollte jedoch nicht zu streng konzipiert sein. Der Verlust sollte nicht zu einer konstanten Bedrohung werden. Stattdessen sollte dieser Mechanismus z.B. für eine Balance aus Herausforderung und Langeweile (siehe Flow-Theorie) genutzt werden, um ein Spiel abzurunden und schließlich ein vergnügliches Spielerlebnis zu schaffen.   Interessiert? Wollen Sie auch durch durchdachte gamifizierte Projekte Ihre Mitarbeiter motivieren? Oder möchten Sie vielleicht von den effektiven Lernmethoden profitieren, die Gamification anbieten kann? Dann kontaktieren Sie uns gerne.   Mehr zum Thema

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