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User Tests: Gamification auf dem Prüfstand

Gamifizierte Anwendungen klingen auf dem Papier oft gut. Aber sieht die Zielgruppe das genau so? Oder war der Wunsch der Vater des Gedanken? Nur weil mir etwas gefällt, muss es nicht gleichzeitig jemand anderem gefallen. Egal, ob Smartphone Game, digitale Lerneinheit oder analoges Spielelement einer Ausstellung: User Tests helfen herauszufinden, ob eine gamifizierte Anwendung wirklich funktioniert. In diesem Beitrag erklären wir wichtigsten Fragen zu User Tests und beschreiben, wie wir dabei vorgehen. Wie geht man bei User Tests vor? Wir gehen bei Playtests grundsätzlich so vor, dass wir einerseits quantitative, objektive Parameter messen (% der Nutzer, die das Spiel gestartet haben / % der Nutzer, die das Spiel abgebrochen haben / etc.). Andererseits qualitatives, subjektives Feedback einfließen lassen. Letzteres entnehmen wir – dem Design Thinking Ansatz folgend – nicht nur aus Interviews. Wie Henry Ford sagte: „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie sich wünschen, hätten die gesagt: Schnellere Pferde“. Sondern auch aus Beobachtungen des Verhaltens der Nutzer. Zusätzlich prüfen Game Experten mögliche Sackgassen und Themen des Balancings. Wie kann man die Ziele der Testungen erreichen? Durch eine enge Betreuung und einen methodischen Leitfaden, wie wir das auch beim Testing unserer eigenen Spiele tun. Eine Beschreibung der Leistungen inklusive der Unterteilung in verschiedene Phasen ist meistens sinnvoll. Wichtig ist ein guter Workshop zum Auftakt mit möglichst allen im Prozess mitwirkenden Teilnehmern des Auftraggebers. Dort wird gemeinsam ein Katalog von Kriterien erarbeitet, nach dem die Tests durchgeführt und evaluiert werden. Wie bindet man den Kunden ein? Der Auftraggeber wird durch einen Workshop zum Auftakt abgeholt. Dort definieren wir neben Zielen auch genaue Typen von Nutzern. Dafür verwenden wir unsere Innovationsmethode Game Thinking, die Erlebnisse aus der Sicht des Nutzers denkt. Mit Fokus auf Vorlieben und Spielverhalten. Anschließend stimmen wir uns regelmäßig mit dem Auftraggeber über den Fortschritt des Projekts und Testergebnisse aus. Auf dieser Basis können Zwischenziele festgelegt werden. Wie bringt man Probanden zusammen? Im Workshop zum Auftakt definieren wir Typen von Nutzern, so genannte Personas. Auf dieser Basis wählen wir Probanden aus. Ein Beispiel dazu: Als Prototyp der Zielgruppe wurde Maxi erstellt. Maxi ist Mitte 20, mittleres Bildungsniveau, hat eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Er lebt unverheiratet in einem städtischen Umfeld. Er liebt es, mit Freunden FIFA zu spielen. Für die User Tests der gamifizierten Anwendungen suchen wir nun Leute wie Maxi. Neben Gamification Experten aus unserem Team werden vor allem die Nutzer rekrutiert, an die sich der Auftraggeber maßgeblich wenden will. Durch unsere Arbeit als führender Anbieter von spannender Freizeitunterhaltung haben wir Kontakt zu ganz verschiedenen Zielgruppen, von Schulklassen bis zu Touristen. Wie kann man die Qualität sichern? Durch einen erfahrenen Projektleiter und langjährig erfolgreich eingesetzte Methoden. Wir überzeugen unsere Kunden mit diesen Argumenten: Lange Erfahrung mit digitalen und analogen spielerischen Anwendung, von der Entwicklung bis zum Testing. Kompetenz sowohl in der konzeptionellen und wissenschaftlichen Arbeit, als auch in der Prüfung technischer Kriterien. Viel Erfahrung in der Gestaltung von Workshops, hilfreich für die anberaumten Workshops. Schnelle lokale Verfügbarkeit und gute Kontakte zu Testpersonen durch unser großes Netzwerk. Wie kann der Ablauf eines User Tests Projekts aussehen? Jedes Projekt ist anders. Daher lässt sich pauschal nicht beantworten, wie lang oder kurz ein Projekt ist. Und auch nicht, mit wie viel Aufwand daran gearbeitet werden muss. Von zweitägigen Mini-Tests bis zu mehrmonatigen Testphasen mit großen Museen. Ein User Testing verschiedener Spielstationen im Rahmen einer Ausstellung könnte so aussehen: Phase 1 (Dauer: 3 Wochen): Workshop inklusive Vor- und Nachbereitung. Anschließend schriftliche Ausarbeitung eines Projektplans. Inklusive Timeline, Kommunikationswegen, Testzielen, Testspezifizierungen und Workshopaufbau. Phase 2 (Dauer: 8 Wochen): Casting von Testpersonen und -gruppen nach Persona Definition. Mehrere betreute Tests mit Testpersonen und -gruppen inklusive Vor- und Nachbereitung. Falls erforderlich: Beratung durch Spieleberater und User Experience Experten nach Tests. Schriftliche Dokumentation der Testergebnisse samt Empfehlungen. Phase 3 (Dauer: 2 Wochen): Sofern Spiele mit Software verwendet werden: Software Tests durch verschiedene Spiele Experten, Interaction Designer und Software Ingenieure. Schriftliche Dokumentation der Testergebnisse samt Empfehlungen. Sowie die Definition einer optimalen Interaktionsdauer je Station. Phase 4 (Dauer: 1 Woche): Wenn der Kunde ein CMS nutzen möchte: Testung der CMS-Software zur Verwaltung. Inklusive Frontend und Backend Check. Sowie Empfehlung für die langfristige Betreuung der Stationen. Projektbeispiele mit intensivem User Testing

08. März 2018  · Serious Games

Serious Games: Spiele mit Mehrwert

Serious Games vs. Gamification Serious Games sind Spiele, die einen über das Spielerlebnis hinaus gehenden Mehrwert haben. In klassischen Definitionen von Spielen wird genau das ausgeschlossen. Ein Spiel darf danach nur während der Zeit des Spiels existieren und keinerlei Auswirkung auf das „echte“ Leben haben. Gamification widerspricht dieser überkommenen Definition. Zwar ist es wichtig, dass Spiele freiwillig und ohne Zwang stattfinden. Aber sie dürfen der Vermittlung von Wissen dienen. Dem Lernen und Verstehen. Was unterscheidet nun Gamification und Serious Games? Und was ist eine Serious Games Definition? Gamification und Serious Games sind keine verschiedenen Dinge. Sie hängen eng zusammen. Gamification meint den Einsatz von Elementen aus Spielen in Kontexten, die nichts mit Spielen zu tun haben. Die Bandbreite ist dabei sehr groß. Es kann sich um einzelne Elemente handeln, wie beispielsweise die Verwendung von Lade-Balken beim Ausfüllen eines LinkedIn-Profils. Es kann aber auch ein ganzes Spiel sein. Mit allen Eigenschaften, die für ein Spiel essentiell sind. Dazu zählt ein Ziel, das es zu erreichen gilt. Dazu zählen Regeln, die nur in der Welt des Spiels von Sinn und Nutzen sind. Und natürlich Spieler, die sich auf Regeln und Ziel einlassen. Zudem muss unvorhersehbar sein, ob die Spieler das Ziel erreichen. Und die Spieler müssen das Spiel genießen. Sind diese 5 Merkmale vorhanden, sprechen wir von einem Spiel. Ziel, Regeln, Unvorhersehbarkeit, Freude, Spieler. Serious Games, „ernste“ Spiele, sind somit 100% gamifizierte Produkte. Oder mit anderen Worten: Jedes Serious Game ist ein Beispiel für Gamification. Aber nicht jede Form von Gamification ist ein Serious Game.   Warum Serious Games? Durch Serious Games werden trockene Inhalte sexy. Sie sorgen für eine erhöhte Motivation und bleiben im Gedächtnis. Sie sind somit ein Tool, das in vielen Bereichen eingesetzt werden kann. Wie bei Gamification ist das Ziel: Ein Must-do zu einem Wanna-Do werden zu lassen. Oder wie unser Mitgründer Philipp Reinartz, der an einer Berliner Hochschule einen Master-Kurs betreut, in einer Studie des zukunftsInstituts schreibt: Zu Studienzeiten motivierte ich mich selbst für solche Kurse, indem ich mir ein fiktives Unternehmen schuf. An dessen Beispiel spielte ich alle Lerninhalte praktisch durch. Ein Vor-sich-hin-Spielen ohne Spielziel, eher playful als gameful. Gleich in der ersten Stunde des Masterkurses ließ ich deshalb die Studenten ebensolche fiktiven Unternehmen gründen. Verbunden mit einer Marktsimulation – also mehr game als play. Entscheidend war aber: Der Fokus lag auf den Bedürfnissen der Studenten, nicht auf den Lerninhalten. Ziel war nicht, auf Teufel komm raus Spielelemente einzusetzen. Sondern die Pflicht zum Vergnügen werden zu lassen.   Serious Games Beispiele Serious Games werden in der Bildung eingesetzt, ebenso wie in Unternehmen. Sie bringen Notärzten das Retten bei. Und Bauern den richtigen Umgang mit Saatgut. Sie finden online und offline statt. Als Brettspiele und Computerspiele. Wichtig ist immer: Sie verbinden Freude am Spiel mit einem über das Spiel hinaus gehenden Mehrwert. Klassisches Edutainment also.   Beispiel: Story-Spiel Max-Planck-Institut, Fraunhofer-Gesellschaft und Goethe-Institut haben sich für eine internationale Wanderausstellung zum Thema „Erfinderland Deutschland“ zusammen getan. Auf einfachem Sprachniveau sollte die Vielfalt deutscher Erfindungen dargestellt werden. Aber lernen in der Freizeit? Darauf haben viele Jugendliche keine Lust. Wie begeistert man eine junge, digitale, interaktive Zielgruppe? Wir wollten aus Geschichte Geschichten machen. So haben wir uns ein interaktives Text-Abenteuer ausgedacht, das nach dem „Insel der 1000 Gefahren“-Prinzip funktioniert. Die Spieler schlüpfen in die Rolle berühmter deutscher Erfinder. Sie müssen sich an wichtigen Weggabelungen im Leben entscheiden, welche Richtung sie einschlagen wollen. Dadurch lernen sie spielerisch deutsche Sprache und Kultur kennen. Und verlieren die Distanz zu den großen Köpfen, in deren Leben auch nicht alles nach Plan lief. Der erste Physik-Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen hatte keinen Abiturabschluss. Computer-Erfinder Konrad Zuse liebäugelte mit dem Künstlerdasein. Anhand der Lebenswege der Erfinder sollen Jugendliche ermuntert werden, sich mit Forschung auseinanderzusetzen. Das Spiel wurde in diverse Sprachen übersetzt und wird weltweit gespielt. Beispiel: Event-Schulung Continental ist der zweitgrößte Automobilzulieferer der Welt. Um den Verkäufern Argumente zum Verkauf des neuen Premium-Reifens mitzugeben, sollten wir das Thema Corporate Learning ganz neu denken. Denn auf Mitarbeiterschulungen freut man sich selten. Wie transportieren wir Wissen innerhalb des Unternehmens so, dass Angestellten es gerne aufnehmen und im Gedächtnis behalten? Die Schulung über Reifenverkaufs-Argumente sollte von der inneren Muss-ich-machen-Liste auf die Will-ich-machen-Liste. Daher haben wir daraus ein gamifiziertes Room Escape Event gemacht. Als einer der ersten Room-Escape-Anbieter in Deutschland haben wir viel Erfahrung mit der Konzeption und Umsetzung dieser teambuildenden Freizeitaktivität. Dabei löst eine Gruppe von Personen in einem Raum Rätsel und Aufgaben, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Als Teamevent liegen Escape Games seit einiger Zeit im Trend. Aber wir sind einen Schritt weitergegangen und haben die Fun-Aktivität mit einem Mehrwert verbunden. Durch das Lösen von Rätseln und Aufgaben finden die Verkäufer im Raum versteckte Argumente. Diese benötigen sie, um einen virtuellen, zögernden Kunden umzustimmen. So lernen sie abseits klassischer Schulungssituationen neue Inhalte und haben gleichzeitig Spaß im Team. Der Raum tourte 2017 im Rahmen einer Roadshow durch ganz Deutschland, in Folgebeauftragungen bauen wir das Konzept weiter aus. Beispiel: Web-Spiele Das Goethe-Institut will die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland fördern und ein aktuelles Deutschlandbild vermitteln. Für eine Wanderausstellung und die begleitende Homepage sollten die Schwerpunkte Natur und Klima in den Mittelpunkt gerückt werden. Statt reiner Informationstexte: Wissensvermittlung spielerisch angehen. Wo ist der Bezug zu meinem eigenen Verhalten? Wie kann auch ich „von der Natur lernen“? Wir haben drei verschiedene Web-Spiele entwickelt, die alle das große Thema Natur und Klima auf nutzerzentrierte Erlebnisse herunterbrechen. Ein neuartiger CO2-Rechner führte bildlich vor Augen, wie sich unser Handeln auf die Umwelt auswirkt. Ein UmDieWelt-Quiz stellte weltweite Klimaprojekte und Green Hightech in einem Quizformat vor. Und mit einem Entweder-Oder-Spiel vermittelten wir die Folgen ganz alltäglicher Einkaufs- und Nutzungsentscheidungen. Mehr zum Thema Als Gamification Agentur helfen wir Unternehmen aus vielen Branchen genau dabei. Aktuell zählen führende Firmen aus den Bereichen Versicherung, Automotive, Medizin, Therapie, Energie, Bildung, Transport und Werbung zu unseren Kunden. Mehr Information: Agentur: Wer wir sind Leistungen: Was Sie von uns bekommen Referenzen: Was wir machen Know-how: Womit wir uns auskennen

12. September 2016  · Game-based Learning, Serious Games

Serious Game für Eltern und Familien

Let’s be serious for a moment! Ok, nicht wirklich. Es geht ja gerade darum, dass das Ganze Spaß macht. Das gilt auch für Serious Games, die sich spezielle an Familien richten. Wir freuen uns daher ganz besonders unser neues Projekt vorzustellen, das wir für und mit der Berliner Agentur WE DO im Auftrag der Initiative SCHAU HIN! umgesetzt haben: ein Medienquiz für Eltern und Familien. Unter diesem Link können Sie sich 15 Fragen aus den Kategorien Internet, Soziale Netzwerke, Mobile Geräte, Games und TV & Film stellen und regelmäßig an Gewinnspielen teilnehmen. Das ist sowohl für Eltern alleine, als auch für ganze Familien im Zusammenspiel mit den Kindern (im Kids- oder Teenageralter) möglich. Wir haben sehr gerne an diesem Projekt gearbeitet. Denn es trifft genau den Nerv dessen, was wir in unserem Schwerpunktbereich Lernen & Lehren erarbeiten wollen: spielerische Wissensvermittlung abgestimmt auf Zielgruppe und Nutzungsverhalten. Eine Runde hat maximal 15 Fragen. Kurze Sessions ermuntern zum wiederholten Spielen. Über die Einbindung einer Share-Funktion kann das Spiel geteilt werden. Und Eltern haben die Möglichkeit sich zum Inhalt der Fragen weiter zu informieren – direkt aus dem Spiel heraus. Aber genug geredet! Haben Sie jetzt Lust mal nachzusehen, wie sich ein kleines Serious Game für Eltern und Familien aus dem Hause Pfeffermind spielt? Dann schauen Sie doch einfach mal rein! Ihr Pfeffermind Team

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