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15. April 2020  · Gamification Marketing, Know-how

Know-how: Gamification Marketing

Gamification im Marketing ist mittlerweile ein recht häufiges Phänomen. Viele Unternehmen locken mit spielerischer Werbung. Ob online Mini-Game, Gewinnspiel oder eine eigene App. Die Zielgruppe spielerisch und interaktiv ansprechen! Das liegt heiß im Trend. Doch warum kann Gamification Marketing für die Wahrnehmung einer Marke so effektiv sein? Das und mehr zeigen wir hier anhand von Beispielen. Im Folgenden erfahren Sie daher alles, was Sie über Theorie und Praxis von Gamification im Marketing wissen müssen. Doch wie kann eine gamifizierte Kampagne aussehen? Und wie wird Werbung erfahrbar? Welche spielerischen Trends funktionieren?   Inhalt 1. Was ist Gamification Marketing? 2. Wann ist Gamification in der Werbung sinnvoll? 3. Beispiele für Gamification im Marketing. 4. Wie nutze ich Gamification für meine Werbekampagne?   Was ist Gamification Marketing? Darunter verstehen wir Gamification, die sich an (potenzielle) Kund:innen und Endverbraucher:innen für Produkte oder Dienstleistungen einer Marke richtet. Spielerische Elemente werden in einem spielfremden Kontext verwendet. Im Kontakt mit dem Kunden bzw. in einer Werbekampagne. Um die Vorteile von Gamification im Marketing zu erkennen, sollten die Grundlagen der Gamification klar sein. Denn von denselben Vorteilen profitiert auch die Zielgruppe der Werbekampagne. In den weiterführenden Artikeln gehen wir auf die Gamification-Basics ein. Mehr zur Gamification Theorie allgemein: Unsere Game Thinking Methode erklärt. Der ultimative Gamification Guide. Gamification Tools: Unser Player Journey Toolkit.   Wann ist Gamification in der Werbung sinnvoll? Nach dem Modell von Georg Franck leben wir in einer Ökonomie der Aufmerksamkeit. Diese Sicht auf die Gesellschaft besagt, dass Aufmerksamkeit der Menschen ein knappes Gut ist. Das spiegelt sich auch in der Welt der Werbung wider. So liegt es auf der Hand, dass jedes Medium genutzt wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die immersive Natur von Games spricht dafür. Denn wird die Nutzerin durch Gamification motiviert, verbringt sie auch mehr Zeit mit der Marke. Außerdem fühlt sich der Endverbraucher durch gelungene Gamification stärker verbunden. Deswegen werden interaktive Inhalte oft als positive Erfahrung abspeichert. Schließlich sind das große Vorteile, die sich Unternehmen zunutze machen können. Sowohl zur Kundengewinnung und zur Kundenbindung lassen sich damit Erfolge erzielen. Unsere weiterführenden Blog-Beiträge informieren Sie auch über Gamification im Tourismus oder Motivational Design. Mehr zu relevanten Marketingthemen: Tourismus Marketing durch Gamification. Motivational Design: Die 8 Pfeiler der Octalysis. Kundenakquise: wie wäre es mit Gamification?     Beispiele für Gamification im Marketing? Für Gamification im Marketing gibt es sehr viele Beispiele. Ein Franchise, das als Werbespiel launchte und mittlerweile Kultstatus besitzt, ist die Moorhuhnjagd. Auch das McDonalds Monopoly ist bereits seit vielen Jahren ein besonders erfolgreiches Beispiel. Ohne dass es immer ein komplettes Spiel sein muss. Zudem können auch mit geringerem Entwicklungsaufwand klassische Werbekampagnen durch Gamification aufgepeppt werden. Eine immer beliebtere Form des Gamification Marketings ist die einer kampagnen begleitenden App. Zum Beispiel haben wir für die Leipziger Verkehrsbetrieben eine gamifizierte App zur Besserung ihres Image und der Fahrgastzahlen entwickelt. Steffen Palm (33), Leiter LVB-Marktkommunikation: „Unser Spiel ist eine Mischung aus Quartett, Panini-Sammelalbum, Pokemon Go und Gewinnspiel.“ Mehr Beispiele zu Gamification im Marketing: Gamification im Nahverkehr: Leipzschini-Jagd. Erfolgreiche Marketingstrategie mit Advergaming. Von Persuasive Design zu Gamification.   Wie nutze ich Gamification für meine Werbekampagne? Bei Pfeffermind sehen wir drei Hauptnutzen für eine spielerische Werbekampagne. Zuerst ist es ein herausragendes Mittel zur Kundenakquise und Kundenbindung. Denn die interaktive Natur einer spielerischen Anwendung wird ohnehin Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Weiterhin ist es ein Mittel zur  Motivation. Denn das Spiel motiviert zur Beschäftigung mit dem beworbenen Produkt. Nicht zuletzt bietet eine solche Kampagne auch einen gewissen Lerneffekt. Also kann das Spiel auch über die Marke bzw. das Produkt informieren. Ein guter Start für die Planung einer spielerischen Marketing-App sind folgende Kriterien: Moderne Umsetzung als Web-App mit niedriger Einstiegshürde und ohne Installation. Einfache Spielmechanik für ein breites Publikum. Gezielt um Gamification-Mechaniken ergänzen. Im besten Falle bestehen Parallelen zwischen Interaktivität der Kampagne und Besonderheiten des beworbenen Produkts. Marketingstarker Content, z.B. mit Merchandise-Potential. Schließlich die Konzeption einer zusätzlich begleitenden Social-Media-Gamification. So können sich Spielende z.B. durch das Lösen von Rätseln Vorteile im Spiel ergattern. Benötigen Sie Unterstützung? Wir helfen gerne! Als Gamification Agentur beraten wir unsere Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen. In Form von Workshops mit Einsatz der Player Journey. Oder durch Entwicklung maßgeschneiderter Gamification Marketing-Konzepte. Sprechen Sie uns an! Weiterführendes zur gamifizierten Vermarktung: Spielerische Kundenbindung. Augmented-Reality-Quest. Adventure Gamebooks im neuen Gewand! Case Study: Adventure Gamebook.

15. April 2020  · Know-how, Serious Games

Know-how: Serious Games

Serious Games – oder wie der deutsche Wikipedia-Eintrag den Anglizismus übersetzt „ernsthafte Spiele“ – klingt zunächst wenig unterhaltend. Unterhaltung ist auch nicht das vordergründige Ziel. Dennoch sind sie nicht so spaßbefreit, wie der Name auf den ersten Blick vermuten lässt. Vielmehr steckt dahinter großes Potential als innovative Lern- und Vermittlungsform. Leider sorgt der Begriff noch immer für Missverständnisse. Insbesondere durch die teils unscharfe Abgrenzung zu anderen Begriffen wie Gamification oder Game-based Learning. Im Folgenden erfahren Sie daher alles, was Sie über Serious Games wissen müssen. Was versteht man darunter? Wie lassen sie sich zu anderen spielbasierten Lernformen wie Gamification oder Game-based Learning abgrenzen? Welchen Mehrwert bieten Serious Games? Wo kommen Sie zum Einsatz? Was sind gute Beispiele dafür? Und wie können Sie ihr eigenes Spiel erstellen?   Inhalt 1. Was sind Serious Games? 2. Serious Games vs. Gamification vs. Game-based Learning 3. Warum Serious Games? 4. Wo kommen Serious Games zum Einsatz? 5. Wie erstelle ich mein eigenes Serious Game?   Was sind Serious Games? Den Begriff Serious Game gibt es bereits seit 1970. Doch erst ab circa 2005 gewann er zunehmend an Bedeutung. Die Game-Designer Michael & Chen definieren den Begriff wie folgt: „A serious game is a game in which education (in its various forms) is the primary goal, rather than entertainment” (Michael & Chen in „Serious Games: Games That Educate, Train and Inform“). Es geht also um ein Spiel, das über den reinen Zweck der Unterhaltung hinausgeht. Man könnte auch von einem Spiel mit ernstem Ziel beziehungsweise Lernziel sprechen.   Serious Games vs. Gamification vs. Game-based Learning Klassischen Definitionen von Spielen zufolge gibt es keinen über das Spielerlebnis hinausgehenden (edukativen) Mehrwert. Ein Spiel existiert nur während der Zeit des Spiels. Auswirkung auf das „echte“ Leben hat es nicht. Serious Games wie auch Gamification widersprechen jedoch dieser Definition. Zwar ist es wichtig, dass Spiele freiwillig und ohne Zwang stattfinden. Aber sie dürfen (und sollen) Wissen vermitteln, Lernen und Verstehen helfen. Gamification und Serious Games sind sich also gar nicht unähnlich. Gamification meint die Verwendung von Spiel Elementen in Kontexten, die eigentlich nichts mit Spielen zu tun haben. Dabei kann es sich um einzelne Elemente handeln, wie beispielsweise ein Lade-Balken beim Ausfüllen eines LinkedIn Profils. Es kann aber auch ein ganzes Spiel sein, das im nicht spielerischen Kontext genutzt wird. Mit allem, was ein Spiel ausmachen. Einem Ziel, das es zu erreichen gilt. Regeln, die nur in der Welt des Spiels von Sinn und Nutzen sind. Und natürlich Spielende, die sich auf Regeln und Ziel einlassen. Zudem muss unvorhersehbar sein, ob das Ziel erreicht wird. Serious Games, „ernste“ Spiele, sind somit 100% gamifizierte Produkte. Oder mit anderen Worten: Jedes Serious Game ist ein Beispiel für Gamification. Aber nicht jede Form von Gamification ist ein „ernstes“ Spiel. Ähnlich verhält es sich mit Game-based Learning. Digital Game-based Learning bezeichnet „any marriage of educational content and computer games“ (Marc Prensky in „Digital game-based learning“), fokussiert also das Lernen in und mit Computerspielen. Auch hier kann man also von einer Form von Gamification sprechen. Mehr zu Gamification und Game-based Learning: Der ultimative Gamification Guide Was Gamification aus der Flow Theorie lernen kann Game-based Learning: Spielend lernen   Warum Serious Games? Kaum etwas spricht einen Menschen mehr an als eine faszinierende Geschichte. Eine, mit der man sich identifizieren kann, die Relevanz und Bedeutung vermittelt. Durch Serious Games werden trockene Inhalte attraktiver. Sie sorgen für eine erhöhte Motivation. Und bleiben im Gedächtnis. Somit sind sie vielseitig einsetzbar, um ein Must-do zu einem Wanna-Do werden zu lassen. Unser Mitgründer Philipp Reinartz schrieb in einer Studie des zukunftsInstituts dazu: Zu Studienzeiten motivierte ich mich selbst für solche Kurse, indem ich mir ein fiktives Unternehmen schuf. An dessen Beispiel spielte ich alle Lerninhalte praktisch durch. Ein Vor-sich-hin-Spielen ohne Spielziel, eher playful als gameful. Gleich in der ersten Stunde des Masterkurses ließ ich deshalb die Studenten ebensolche fiktiven Unternehmen gründen. Verbunden mit einer Marktsimulation – also mehr game als play. Entscheidend war aber: Der Fokus lag auf den Bedürfnissen der Studenten, nicht auf den Lerninhalten. Ziel war nicht, auf Teufel komm raus Spielelemente einzusetzen. Sondern die Pflicht zum Vergnügen werden zu lassen. Mehr zu Motivation durch Spiele: Spielend lernen: Spiele als optimale Lernumgebung? Digital Storytelling Motivation am Arbeitsplatz Motivation durch Gamification im Unternehmen Pfeffermind im Philosophie Magazin   Wo kommen Serious Games zur Einsatz? Serious Games werden als spielerisches Lehrmittel in der Bildung und Kultur eingesetzt, ebenso wie in Unternehmen. Sie bringen zum Beispiel Notärzten das Retten bei (Stichwort: Health Games) und Bauern den richtigen Umgang mit Saatgut oder Sensibilisieren für Themen wie IT-Sicherheit am Arbeitsplatz. Sie finden online und offline statt. Als Brettspiele und digitale Computerspiele. Wichtig ist immer: Sie verbinden Freude am Spiel mit einem über das Spiel hinaus gehenden Mehrwert, zum Beispiel einem Lerneffekt. Klassisches Edutainment also. Übersicht der Anwendungsgebiete: Kultur- und Bildungsbereich Marketing Events Beispiele für spielerische Wissensvermittlung: Interaktives Text-Adventure über Erfindungen aus Deutschland Die Event-Schulung im Unternehmen Geschichtsunterricht neu gedacht: „A Touch of History“ Serious Games für Eltern und Familien   Wie erstelle ich mein eigenes Serious Games? Sie möchten Ihr eigenes Spiel entwickeln? Dann werfen Sie einen Blick auf unser Player Journey Toolkit. Es hilft Ihnen bei der Entwicklung eigener Spiel-Ideen. Mithilfe unterschiedlicher Karten aus den Kategorien Mission, Aktion, Challenge, Hilfsmittel und Feedback können sie bestehende Spiele analysieren und eigene Prozesse spielerisch gestalten. Probieren Sie es aus! Benötigen Sie Unterstützung? Wir helfen gerne! Als Gamification Agentur beraten wir Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Sei es in Form von Workshops zum Einsatz der Player Journey oder durch Entwicklung individueller und auf Ihre Bedürfnisse angepasste Gamification-Konzepte. Sprechen Sie uns an! Und lassen Sie uns gemeinsam die Alltags- und Berufswelt ein Stück angenehmer gestalten. Mehr zu unseren Methoden und Prozessen Game Thinking Gamification Tools: Unser Player Journey Toolkit

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