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Von der Idee zur Gamification – ein Podcast-Gespräch

Philipp Reinartz, Mitgründer von Pfeffermind und Gamification Experte, hat sich mit Moritz Stoll von netzpiloten.de getroffen. Im gemeinsamen Gespräch unterhalten sich die beiden ausführlich über das Thema Gamification: was ist das eigentlich genau und wie und wofür wird sie angewendet? Und wie findet man gute Ideen? Die ganze Unterhaltung kann man sich als Folge der Podcastreihe Tech und Trara auf Spotify, Apple Podcasts, Deezer oder direkt auf der Netzpiloten-Seite anhören. Zum Nachlesen gibt es hier auch die Kurzfassung:   Gamification – nur ein Trend? In der Podcastreihe Tech und Trara unterhält sich Moritz Stoll von den Netzpiloten mit unterschiedlichsten Denker:innen und Macher:innen aus der deutschen Digitalszene. Es geht dabei immer um Themen rund um die digitalisierte Welt, sowie neuere Entwicklungen und Trends im digitalen Bereich. Gamification ist ebenfalls solch ein neuer Trend – so scheint es. Doch Philipp Reinartz erklärt, dass es Gamification eigentlich schon seit sehr langer Zeit gibt. Schon vor hunderten von Jahren haben Menschen ihren Alltag mit spielerischen Elementen bereichert. Und darum geht es letztendlich: spielerische Elemente in einen Kontext setzen, der eigentlich nichts mit Spielen zu tun hat. Warum? Ganz einfach: Spiele machen Spaß! So motiviert man Menschen bei Aufgaben, die eigentlich keinen Spaß machen. Zum Beispiel im Bereich der Bildung bzw. der Weiterbildung. Oder im Marketing, um zu erreichen, dass es Kunden Spaß macht, mit der eigenen Marke zu interagieren. Wie man auf kreative Ideen kommt Gute Gamification erfordert natürlich auch immer kreative Ideen. Philipp Reinartz erklärt, dass sich seine eigene Strategie der Ideenfindung mit der Unternehmensgründung gewandelt hat. Als junger Mensch hat er häufig an Ideen gefeilt, diese aber zunächst niemandem mitgeteilt. Erst als die Idee vollkommen umgesetzt war, zum Beispiel in Form eines fertigen Romans, hat er das Ergebnis dann Freunden und Familie gezeigt. Heute geht er da anders ran: sobald ein erster Ideenentwurf steht, wird schon das erste Feedback – zum Beispiel vom Kunden – eingeholt. Fällt dieses positiv aus, kann an der Idee weitergearbeitet werden. Andernfalls wird die Idee verworfen, was aber auch kein Problem ist, denn man hat ja nicht so viel Zeit hineingesteckt. So wurde der Fokus bei der Ideenfindung ein bisschen weniger idealistisch, dafür mehr pragmatisch: Was kann man bzw. der Kunde konkret mit der Idee anfangen? Welcher Nutzen steckt dahinter, was wird damit erreicht? Gamification ist mehr, als man denkt Es gibt die Meinung, Gamification versuche nur Konzepte von Videospielen ins reale Leben zu übertragen. Da hält Philipp Reinartz entschieden dagegen. Natürlich gibt es simple Spiele-Mechaniken wie z.B. Points, Badges, Leaderboards (PBL), die häufig auch in Computerspielen vorkommen. Diese sind als Kernelemente einer guten Gamification-Lösung aber normalerweise nicht ausreichend. Ein Beispiel für eine gelungene Gamification, die komplett ohne PBL auskommt, ist die Geschichts-Lernapp „A touch of history“. In dieser können Lernende  den fiktiven Smartphone-Inhalt einer berühmten Persönlichkeit entdecken. So, als hätte es zu deren Zeiten auch schon Handys gegeben. Gamification muss aber auch gar nicht immer digital sein. Ein Teil der Projekte, die Pfeffermind schon umgesetzt hat, funktionieren komplett analog. Zum Beispiel ein Escape Game über IT-Security-Themen für das Unternehmen Bosch. Dieses wird einfach auf Papier gedruckt und funktioniert mit gängigen Büro-Utensilien. Auch in diesem Format konnte das Spiel bereits viele Bosch-Mitarbeitende auf der ganzen Welt begeistern. Interessiert? Möchten Sie mehr über Gamification erfahren? Dann hören Sie sich gerne den Podcast an! Oder kontaktieren Sie uns direkt!   Mehr zum Thema

Mit Augmented Reality gamifizieren

Bei Augmented Reality (kurz: AR) handelt es sich per Definition um die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Doch meistens versteht man darunter eine visuelle Erweiterung durch Überlagerung. Das heißt durch Kameratechnik wird der reale Raum als simplifizierte 3D-Umgebung erfasst, um darin erweiternde 3D-Inhalte einzusetzen. Dementsprechend ermöglicht das vorausgehende Erfassen des Raums eine perspektivisch richtige und natürliche Orientierung der künstlichen 3D-Objekte. Auf Apples Website zum ARKit werden auch Consumern ganz schnell die Schnittstellen zwischen dieser Technologie und Gamification deutlich. AR verändert, wie du arbeitest, lernst, spielst, einkaufst und mit der Welt um dich herum interagierst. Du kannst damit perfekt Dinge visualisieren, die sonst nicht oder nur umständlich zu sehen wären. (Apple)   Augmented Reality, Virtual und Mixed Reality? So viele Realitäten gleichzeitig? Handelt es sich hier um Parallel-Universen? Nein – natürlich nicht. Die untenstehende Grafik veranschaulicht die verschiedenen Begrifflichkeiten zu der Thematik recht gut. Denn nach Paul Milgram et al. (1994), handelt es sich um ein Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum. Dieses zeigt das gesamte Spektrum von realer Umgebung über erweiterte und virtuelle Realität. In der Marketing- und Consumersprache fasst man das Ganze als Mixed Reality zusammen.   IKEA-Besuch in Augmented Reality Wir haben ein Mixed Reality Spiel konzipiert, das den Besuch im IKEA Store zur spannenden Schnitzeljagd werden lässt. Die ohnehin lebensnah gestalteten Showrooms wurden zum Leben erweckt, damit die Kund:innen in die Geschichten ihrer fiktiven Bewohner:innen eintauchen können. So erzählt jeder Showroom die Story einer Familie. Ähnlich der Escape Room Logik finden die IKEA Besucher Hinweise und Rätsel über die Bewohner:innen, die sie zusammensetzen müssen. Dadurch erfahren sie, welche Objekte sie mit dem in der IKEA Family App eingebauten Augmented Reality Gamification Tool scannen sollen. Der zweite Teil des Spiels führt die Kund:innen auf die Produktfläche, wo sie mit Cleverness und Aufmerksamkeit herausfinden, wohin die jeweiligen Familien verschwunden sind. Eine analog digitale Experience, die einer breiten Zielgruppe den Besuch im IKEA Store versüßt. Und mit „IKEA Place“ hat Ikea nun eine eventunabhängige Augmented Reality App zur individuellen und virtuellen Wohnraum-Planung gelauncht.   Geolocation-Games als AR „light“ Unsere Vision: Ein Spiel entwickeln, das so viel Spaß macht, dass ÖPNV-Kunden sogar Umwege fahren, um länger spielen zu können (aus unseren Referenzen). Mit ortsbasierten Games haben wir ebenfalls schon viel Erfahrung gesammelt. Z.B. war eine unserer ersten Whitelabel-Lösungen für ÖPNV-Dienste ein Spiel, bei dem man an jeder Haltestelle in eine kleine Quizfrage aufsammeln kann. Beantwortet man diese richtig, hat man die Chance, die Haltestelle zu besetzen, wie eine Straße bei Monopoly. Wenn andere Spielende an „meiner“ Haltestelle vorbeifahren, bekomme ich einen Teil der erspielten Punkte. Da ich jedoch auch vertrieben werden kann, entbrennt ein Kampf um die heißesten Spots der Stadt. Im letzten Jahr konnten wir das Konzept sogar schnell und kosteneffizient für die Leipziger Verkehrbetriebe adaptieren. Das Gameplay fühlt sich dabei schon recht „realitätserweiternd“ an – Augmented Reality „light“, könnte man sagen.   Vorteile von Augmented Reality Lebendigkeit: Die direkte Nähe zur echten Umgebung transportiert eine bisher unerreichte Lebendigkeit in digitalen Medien. Storytelling: AR Scan Games gibt es zu genüge, doch durch Gamification und Storytelling sind die Möglichkeiten von Mixed Reality fast grenzenlos. Trendthema: Die Nutzung von einer innovativen aber gleichzeitig sehr gut zugänglichen Technologie wird bei den Spielenden positiv aufgefasst und bekommt somit relativ viel Aufmerksamkeit. Motivation: Der häufig starke Anteil zur individuellen Mitgestaltung bei AR-Konzepten erhöht die intrinsische Motivation der Spielenden. Raumnutzung: Als Schnittstelle des realen und virtuellen Raums lassen sich mit Augmented Reality besonders originelle Szenarien konzipieren und darstellen. Bei der IKEA Family App nutzen wir die Room Settings als zentrale Anlaufstellen und Storyanker, verlagern das Spiel in Teil B aber zur optimalen Raumnutzung auf die Ausstellungsflächen.   Augmented Reality aktuell Was noch vor kurzem Zukunftsmusik war ist heute schon längst aktueller Trend. Apps wie „Complete Anatomy“ zeigen wie anschaulich Biologie-Stoff zum Selbstlernen sein kann. „Minecraft Earth“ ist eine wohl eher gelungene Adaption eines erfolgreichen Games in die AR-Welt. Und von den vielen Snapchat- und Instagram-Filtern ganz zu schweigen … Alles Augmented Reality. Der Launch von ARKit (Apple) und ARCore (Google) ermöglicht Entwicklern zuverlässigere Augmented-Reality-Schnittstellen denn je. Doch auch mit der Vuforia API lassen sich über eine simple Unity3D Integration schon schnell AR-Prototypen basteln. Bis wir uns gegenseitig als Hologramme in Video-Calls sehen können, wird jedoch vermutlich noch etwas Zeit vergehen …   Haben wir ihr Interesse geweckt? Sie möchten auch Augmented Reality und Gamification für ihr Unternehmen nutzen? Sei es für Marketingzwecke oder für andere Projekte – Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!  

22. September 2020  · Allgemein

Mit Gamification für mehr Nachhaltigkeit

Gerade der jüngeren Generation sind die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz wichtig. Es ist daher in Hinblick auf die Mitarbeiterbindung aber auch dem Recruiting sinnvoll, sich als Unternehmen mit den Themen auseinanderzusetzen.   Was bedeutet Nachhaltigkeit? „Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll.“ (Wikipedia) Es fängt im Kleinen an. Zum Beispiel, indem man nur noch das Nötigste und auf Recycling Papier druckt, um Papier zu sparen. Oder wenn man nach Feierabend den Rechner vom Netz trennt, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Und geht bis hin zu einer komplett grünen Unternehmenskultur, die fest in den Unternehmenswerten verankert ist. Doch damit Unternehmenswerte gelebt werden reicht es nicht, diese Werte schriftlich festzuhalten. Es hängt vor allem von den Mitarbeitenden ab. Und ob diese sich mit der vorgelebten Kultur des Unternehmens identifizieren können. Sie vielleicht sogar aktiv mitgestalten können. Um Nachhaltigkeit im Unternehmen zu etablieren müssen Mitarbeitende dafür also sensibilisiert und begeistert werden.   Wie kann ich meine Mitarbeiter für das Thema sensibilisieren? Schulung, Power-Point oder Email? Diese traditionellen Kommunikationsformen werden mittlerweile oft als langweilig wahrgenommen. Insbesondere die junge, mit interaktiven Unterhaltungsformen aufgewachsene Generation, kann man damit nur schwer erreichen. Spielerische Formen der Wissensvermittlung dagegen können motivierend wirken. Vorausgesetzt, sie sind an die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst. Denn die Treiber, die einzelne Mitarbeitende motivieren, variieren von Person zu Person. Der eine liebt den kommunikativen Austausch und arbeitet gern im Team, die andere ist eher wettbewerbsorientiert und misst sich gern mit ihren Konkurrenzen. Die Kunst der Gamification besteht darin, diese Treiber herauszustellen und in passende spielerische Mechaniken zu überführen. Damit wird sichergestellt, dass sich jeder mehr oder weniger in der spielerischen Anwendung wiederfindet. Und Spaß daran hat. Doch wie kann das nun konkret zum Thema Nachhaltigkeit aussehen?   Beispiel für gamifizierte Nachhaltigkeit im Unternehmen Der führende Sportwagen-Hersteller Porsche hatte das Ziel, seine Mitarbeiter für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Und das weder mit erhobenem Zeigefinger noch auf trockene und langweilige Art. Wir machten aus dem Konzern-Thema eine Geschichte. Ein interaktives Text-Abenteuer in Chat-Optik das auf dem Insel-der-1000-Gefahren-Prinzip basiert. In dem Spiel schlüpfen die Spielenden in die Rolle einer Führungskraft, die von den eigenen Mitarbeitenden um Rat gefragt wird. Soll ich die Kiste Wein vom Kunden annehmen oder nicht? Unterstützen wir eine NGO oder starten wir selbst ein Sponsoring Projekt? Nur wer die richtigen Entscheidungen trifft, gewinnt das Spiel. Dadurch erfahren Mitarbeitende anhand alltagsnaher Situationen, worum es bei Nachhaltigkeit geht. Und verlieren die Distanz zum vermeintlich trockenen und abstrakten Thema. Wenn unsere fiktiven Charaktere Tanja oder Marco schreiben, bekommt das Thema Nachhaltigkeit ein Gesicht. Im Rahmen der Schulung von Führungskräften wurde das Spiel erfolgreich eingesetzt.   Beispiel für gamifizierte Nachhaltigkeit im Alltag Ein weiteres Beispiel ist die Nachhaltigkeits-App, die wir gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erstellt haben. Ziel war, das Thema Nachhaltigkeit in den Alltag einer jungen, digital affinen Zielgruppe zu bringen. Wie vermitteln wir das Thema so, dass junge Menschen sich gerne damit beschäftigen und aktive Handlungen daraus resultieren, die zu einer nachhaltigeren Lebensweise führen? Entstanden ist eine digitale Bucket-List mit verschiedenen Challenges rund um das Thema Nachhaltigkeit. Mit jeder erfolgreich gemeisterten Challenge sammeln die Spieler Herzen und schalten neue Funktionen frei. Außerdem verändert sich das dystopische Startbild der App sukzessiv. Und ermöglicht dadurch ein direktes, visuell positives Feedback für den User. Um unerwünschte Motivationsverluste zu verhindern, ist es möglich eine Challenge entweder anzunehmen oder abzulehnen. Die einzelnen Challenges sind dadurch individuell anpassbar, einfach zu handhaben und können durch eigene Inhalte der User ergänzt werden.   Nachhaltigkeit ist auch für Sie ein Thema? Sie möchten das Thema Nachhaltigkeit auch in Ihr Unternehmen bringen? Und das am besten abwechslungsreich und motivierend? Kontaktieren Sie uns.

27. August 2020  · Allgemein

Kooperation im Spiel: Gemeinsam spielen, rätseln und gewinnen

Viele denken bei Gamification erst einmal an Wettbewerb. Dabei können auch Möglichkeiten zur Kooperation Motivation- und Effizienz steigernd wirken. In Kooperationsspielen arbeiten Spielende zusammen. Und finden gemeinsam Lösungen für die Ihnen gestellten Herausforderungen. Der Schwerpunkt bei solchen Spielen liegt daher auf Teambildung, Kommunikation und Vertrauen. Gefordert wird von den Spielenden Kommunikation, Kooperation, Teamarbeit, Vertrauen und Problemlösung.   Kooperation als soziales Erlebnis Dem sozialen Erlebnis in Spielen wird eine hohe Anziehungskraft zugeschrieben (vgl. Geisler, 2009). Ob gemeinsam vor dem heimischen Bildschirm, auf LAN-Parties oder online mit Menschen aus der ganzen Welt. In kooperativen Spielmodi können sich Spielende ihre individuellen Stärken einbringen. Und sich so gegenseitig ergänzen. Sie fühlen sich dann stärker. Und weniger allein. Durch Bildung von Gruppen (Clans oder Gilden) wird dieses soziale Erlebnis noch verstärkt. Allerdings können vermeintliche Verbündete in Spielen, die auf Kooperation basieren, auch zum Problem werden. Zum Beispiel, wenn sie die eigenen Strategien und Vorgehensweisen nicht teilen (vgl. Smith 2005). Der Kommunikation der Spielenden untereinander kommt in kooperativen Spielen daher eine besondere Rolle zu.   Escape Games als Kooperationsspiele Unserer Erfahrung nach funktionieren Escape Games besonders gut als Kooperationsspiel und Teambuilding Maßnahme. Zum Beispiel im Rahmen interner Weiterbildungen oder im Bereich des Marketing. Dort sind sie für Mitarbeitende stets eine angenehme Abwechslung vom alltäglichen Arbeitsalltag. In einem Escape Game betreten die Spielenden meist einen in Szene gesetzten Raum. Und stellen sich einer gemeinsamen Mission. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit müssen sie dazu verschiedene Rätsel und Aufgaben lösen. Dabei wird die Teamfähigkeit jedes Einzelnen auf die Probe gestellt. Und auch die Fähigkeit aktiv zuzuhören, Geduld und Kompromissbereitschaft sind gefordert. Die Spielenden unterstützen sich gegenseitig. Das erhöht nicht nur das Selbstwertgefühl des Einzelnen. Sondern auch den Teamspirit. Mittlerweile haben wir die Escape Game Logik adaptiert. Statt sich auf einen feststehenden Raum zu beschränken, haben wir z.B. analoge Spiele auf Escape Game Logik basierend entwickelt. In Form von kleinen Adventure Game Books. Aber auch direkt zum Ausdrucken. So können die Spiele mit wenig Material, minimalem Organisationsaufwand und örtlich flexibel gespielt werden. Aktuell setzen wir Escape Games um, die einfach über das Internet gespielt werden können.   Neugierig geworden Sie interessieren sich für kooperative Spiele oder Teambuilding Maßnahmen. Dann sprechen Sie uns an. Gemeinsam finden wir die optimale Lösung für ihren individuellen Use Case.   Quellen Geisler, Martin 2009. Clans, Gilden und Gamefamilies. Soziale Prozesse in Computerspielgemeinschaften. Weinheim und München: Juventa Verlag, S. 69 Smith, Jonas H. (2005): The Problem of Other Players: Ingame Cooperation as Collective Action. In Digra 2005 Proceedings

Wie die Industrie 4.0 von Gamification profitiert

Der Begriff Industrie 4.0 ist in aller Munde. Sie umfasst Entwicklungsprozesse, die die Gesellschaft enorm prägen. In der Technologie, Betriebs- und Volkswirtschaft. Dabei ist die Digitalisierung eine treibende Kraft. Aber was umfasst dieser Begriff eigentlich? Mit Industrie 4.0 ist die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen über digitale Technologien in der Industrie gemeint. Die Game Branche war schon immer Front Runner was Innovation in der Industrie angeht. Kann auch die Industrie 4.0 von spielerischen Lösungen profitieren?   Von Dampfkraft bis zum Internet Industrielle Revolution bezeichnet tiefgreifende und dauerhafte Wandlungen von wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen. Damit bringen sie weitreichende Veränderungen im alltäglichen Leben und in der Arbeit mit sich. So haben neue Technologien von der ersten bis zur heutigen industriellen Revolution, der Industrie 4.0, bedeutenden Einfluss auf Lebensumstände sowie Arbeitsbedingungen. Im 18. Jh war es die Mechanisierung durch Dampfkraft, die die Industrie 1.0 eingeleitet hat. Dann legte die elektrische Energie den Grundstein für die Industrie 2.0 sowie der damit verbundenen Massenproduktion. Ab 1970 startete die 3. industrielle Revolution. Neue Technologien ermöglichen weitere Prozesse der Automatisierung. Durch Elektronik und IT begann die so genannte digitale Revolution. Bis heute noch finden weitreichende Prozesse der digitalen Transformation statt. Nun befinden wir uns in einer neuen Phase des Umbruchs, die die Industrie 4.0 einleitet. Intelligente Maschinen sind vernetzt und tauschen Informationen direkt und unmittelbar aus. Die Begriffe Industrie 3.0 und 4.0 werden häufig durcheinander geworfen, da ihre kennzeichnenden Technologien eng verknüpft sind. Für die Industrie 4.0 ist jedoch nicht der Computer und die Digitalisierung, sondern das Internet die zentrale Technologie. Also das digitale Netzwerk zwischen den Maschinen, durch welche Automatisierungen flexibilisiert werden. Auch genannt: Internet of Things (IoT).   Klassische Produktion und Industrie 4.0 spielend gestalten Vor allem Arbeit, die monoton ist und häufig von Maschinen übernommen werden kann, eignet sich dazu, gamifiziert zu werden. Fehlende Abwechslung und Möglichkeiten der Entwicklung mindern Motivation sowie Konzentration. Genau da kann Gamification ansetzen. Neue Anreize und einen übergeordneten Sinn bieten. Oder einfach mehr Spaß. Für viele Unternehmen besteht dabei häufig die Herausforderung, nicht nur solche motivationalen Treiber einzusetzen, die die Leistungsfähigkeit erhöhen. Auch wenn sie berechtigterweise primär die Wirtschaftlichkeit im Sinn haben: Oftmals kann falsch eingesetzte Gamification ihre Wirkung verfehlen. Oder sogar schaden. Schließlich möchte man nicht durch zusätzlichen Leistungsdruck im Spiel demoralisieren. Sondern vielmehr die Mitarbeitenden langfristig animieren. Zum Beispiel über eine intrinsisch motivierende Tätigkeit. Die Verwendung von Gamficiation in der Industrie sowie Produktion ist für viele Firmen noch ein neues Feld. Das Interesse an Projekten im Kontext Industrie 4.0 steigt. Viele Unternehmen stellen sich die Frage, wie sie intelligente Netzwerke erfolgreich mit Gamification verbinden können.   Gamification im Kontext Industrie 4.0 Gamification findet in verschiedensten Bereichen und Branchen Anwendung. Auch für die Industrie 4.0 kann sie von Bedeutung sein. Beide Konzepte haben etwas gemeinsam. Sie stellen Lösungen für die Wirtschaft bereit: Die Optimierung von Arbeitsprozessen. Mit der Vernetzung intelligenter Maschinen wird die Produktivität automatisierter Prozesse gesteigert. Gamification hingehen zielt auf die Motivation und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden. Kombiniert man beide Strategien, kann man von hohen synergetischen Effekten profitieren. Autonome Maschinen sind in der Industrie bereits angekommen. Roboterarme oder autonome Gabelstapler unterstützen zum Beispiel in der Produktion. Ein berühmtes Beispiel sind die autonomen Transportgeräte von Amazon. Diese finden und transportieren selbstständig Waren. Und nehmen Menschen damit Arbeit ab. Komplexe logistische Systeme bieten zudem interessante Möglichkeiten von Gamification, die über Punkte und Ranglisten hinausgehen. Warum Prozesse nicht mit Animationen anreichern, um nicht nur Feedback anzuzeigen? Sondern auch Prozesse deutlicher zu visualisieren? Denn mit spielerischem Feedback erhalten Nutzer Orientierung und ein Gefühl des Erfolgs. Zudem werden Prozesse durch interaktive Visualisierungen übersichtlicher sowie leichter verständlich. Dadurch wird nicht nur die Effizienz gesteigert. Auch die Entstehung von Fehlern wird zum Beispiel darüber verringert. Gamification bietet jedoch noch viel mehr. So kann die Einbettung in übergeordnete Ziele und spielerischen Missionen den Spaß sowie die Zufriedenheit am Arbeitsplatz erhöhen. Und schließlich auch eine höhere Produktivität bei der Arbeit erreichen.   Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sie möchten auch Gamification für Ihr Unternehmen nutzen? Sei es für eine spielerische Lösung in der Industrie oder für andere Projekte – Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!  

OMR Masterclass 2020: Gamification im Marketing

Spiele faszinieren, begeistern und machen Spaß. Andere Tätigkeiten dagegen sind weniger unterhaltsam. Der tägliche Weg zur Arbeit beispielsweise. Aber auch die zwingend notwendige Weiterbildung im Unternehmen. Mit Gamification lassen sich solche unliebsamen Tätigkeiten angenehmer gestalten. Hierzu werden einzelne Elemente aus Spielen herausgegriffen und auf die Realität übertragen. Wie das konkret im Marketing aussehen kann, erklärte Pfeffermind-Gründer und Gamification Experte Philipp Reinartz letzten Mittwoch im Rahmen der OMR Masterclass 2020 „Vom Escape Room bis zur Gamified-Learning-App: Wie Ihr mit Gamification im Marketing punktet“. Mit dabei: Einblicke aus der Gedächtnisforschung, die zeigen, warum Gamification besser funktionieren kann als andere Vermittlungsformen. „Wenn wir Informationen nicht nur als reine Fakten sondern in spielerischer Form [via Gamification] vermitteln, dann sind diese mit höherer Wahrscheinlichkeit später besser abrufbar…“ @philrein, Digital Masterclass 2020 @OMRockstars pic.twitter.com/4CDKXOSthV — Pfeffermind (@Pfeffermind) June 18, 2020 Das Interesse an der diesjährigen Masterclass war groß. Über 600 Teilnehmende haben sich allein für den Gamification Workshop beworben. Aus ihnen wurden 400 Personen ausgewählt. Ein kleiner Trost für alle, die nicht zu den Auserwählten gehörten: Ein Mitschnitt der OMR Masterclass 2020 ist übrigens ab sofort auch online zu finden. Mehr zu Gamification als Marketing: Kundenakquise: Wie wäre es mit Gamification Brand Awareness durch Gamification steigern Kundenbindung spielend angehen mit Gamification

Innovation und unsere ständige Suche danach

Sowohl in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft werden wir von dem Wunsch nach Innovation angetrieben. Neue Märkte entstehen und machen alte obsolet. Nur wer kreativ, flexibel und schnell ist, kann in der heutigen Welt langfristig bestehen. Doch wie schafft man es zu innovieren?   Innovation heißt kreativ denken Unter kreativem Denken versteht man die Fähigkeit Bestehendes auf eine neuartige Art und Weise zu sehen. Sei es in Form einer Idee, eines Spiels oder einer Vision. Doch die Welt ist dynamisch und bringt einen nie endenden Wandel mit sich. Neue Opportunities entstehen, die das Potenzial für Moonshots besitzen, jedoch oft nicht als solche erkannt werden. Eine übersehene Chance kann allerdings in mehrfacher Hinsicht negative Konsequenzen für ein Unternehmen bedeuten. Immer wieder lässt sich beobachten, wie neue Produkte einen disruptiven Charakter besitzen, wodurch bestehende Branchen obsolet werden. Aber wie kann man kreatives Denken gezielt fördern?   Kreativität fördern Im ersten Schritt ist es wichtig, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, so dass sich die Mitarbeitenden wohlfühlen. Bei kreativen Prozessen ist es hierbei von Vorteil im Stehen zu arbeiten, da es den Teilnehmenden hilft sich aktiv zu beteiligen. Stehtische können sehr hilfreich sein, um gemeinsam Prototypen zu entwickeln. Durch den gezielten Einsatz von Warm-up-Übungen wird eine Gruppenatmosphäre gefördert, soziale Barrieren abgebaut und positive Energien freigesetzt. Der wichtigste Aspekt ist es das Vertrauen in die eigene Kreativität aufzubauen. In diesem Zusammenhang erhalten Spiele eine immer größer werdende Bedeutung. Ein Spiel lässt sich zeitlich begrenzen, funktioniert nach festgelegten Regeln und animiert die Teilnehmenden zu bestimmten Handlungen. Die Spielenden erhalten auf diesem Weg die Möglichkeit aus festgefahrenen Strukturen auszubrechen, sich auszuprobieren und neue Denkweisen kennenzulernen. Weiterhin wird dadurch spielerisch Kooperation erzeugt.   Game Changer finden Innovation versteckt sich in jedem Bereich des Lebens. Spiele simulieren die Wirklichkeit in einem geschützten Raum, der den Spielenden Optionen zur Selbstfindung bietet. Bradford Cross sagte einmal, dass ein Produkt etwas anderes als eine gute Idee sei. Ein Produkt ist die Essenz, die übrig bleibt, wenn man alles Unnötige entfernt hat. Dabei handelt es sich um einen Prozess. Spiele können helfen, diesen schwierigen Weg mit Spaß zu begleiten. Durch den gezielten Einsatz von Gamification können Spielelemente im spielfremden Kontext implentiert werden, um die Arbeit angenehmer zu gestalten und kreative Denkprozesse zu fördern. Nora Stampfl weist in ihrem Werk Die verspielte Gesellschaft darauf hin, dass zukünftig immer mehr Lebensbereiche mit Spielmechanismen durchsetzt sein werden. Spiele können motivieren, Menschen in ihren Bann ziehen und neue Sichtweisen ermöglichen. Dadurch lassen sich ungeahnte Innovationen entdecken, die als Game Changer den Markt verändern können.   Richtungswechsel einplanen Nichts ist in Stein eingemeißelt. Um freies Denken zu ermöglichen und die eigene Kreativität nicht zu blockieren, ist es wichtig, Fehler zuzulassen. Die Denkweise, dass eine falsche Entscheidung mit einem Scheitern gleichzusetzen sei, ist veraltet. Im Silicon Valley spricht man schon längst vom Pivot. Man tastet sich in einer unsicheren Welt voran, vollzieht, falls nötig, Richtungswechsel und findet so das Ziel. Verschiedene Szenarien werden auf spielerische Art und Weise erfahrbar gemacht. Die Spielenden dürfen als Reisende in unterschiedlichen Welten agieren, ohne Konsequenzen in der echten Welt befürchten zu müssen. Mit jedem Schritt sammeln sie nützliche Erfahrungen, weil sie sich in der echten Welt anwenden lassen.   Gamification und Innovation Bei Pfeffermind beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Herausforderungen am Arbeitsplatz. Wir lieben Spiele und helfen unseren Kunden bei der Konzeption und Entwicklung von Anwendungen, bei denen die Motivation und die Kreativität der Nutzenden im Vordergrund steht. Als Game-Expert:innen zeigen wir, wie Gamification in unterschiedlichen Branchen genutzt werden kann.   Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten Sie auch Gamification für Ihr Unternehmen nutzen? Oder mehr über die Möglichkeiten von Spielmechanismen erfahren? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns! 

So geht Gamification in der Schule

„Das Spiel ist der Weg der Kinder zur Erkenntnis der Welt, in der sie leben!“, sagte schon Maxim Gorki 1954. Das Spielen liegt also in unserer Natur. Es gibt verschiedene Bemühungen, diesen angeborenen Spieltrieb auch im schulischen Kontext zu nutzen. Unter dem Begriff Gamification beispielsweise werden Spielelemente in einem Nicht-Spiel-Kontext eingesetzt. Es werden also einzelne Mechanismen, die wir aus Spielen kennen, auf völlig spielfremde Zusammenhänge übertragen. Wenn wir es schaffen, durch Gamification in der Schule Lernprozesse interessanter und motivierter zu gestalten, gewinnen Lernende wie Lehrende.   Vorsicht Chocolate Covered Broccoli! Es ist jedoch ein Irrglaube, dass Inhalte automatisch attraktiver werden, wenn sie beispielsweise in einer virtuellen 3D-Welt wiedergegeben werden und Punkte, Badges oder Highscores enthalten. Das Label „Spiel“ macht eine Anwendung nicht automatisch interessant. Ganz im Gegenteil. Werden die zu vermittelnden Inhalte gedankenlos auf Spielmechanismen übertragen, bleibt der potenzielle Spielspaß möglicherweise auf der Strecke. In dem Zusammenhang fällt häufig auch der Begriff Chocolate Covered Broccoli (zu deutsch: mit Schokolade überzogener Brokkoli). Er steht für den erfolglosen Versuch, ernsthafte Lerninhalte (der gesunde Brokkoli) unter Spielelementen (die süße Schokolade) zu „verstecken“. Es mag auf den ersten Blick nach einer guten Idee klingen. Den Unterricht jedoch wahllos mit Spielelementen zu überschütten ist kontraproduktiv und somit wenig schmackhaft. Es kann sogar zu einer kognitiven Überforderung seitens der Schüler:innen kommen. Die Folge: Die Spielelemente lenken vom Lernen ab. Das Lernen wird schwieriger.   Gamification in der Schule als Herausforderung Wie also kann Gamification in der Schule funktionieren? Auf welche Art bringt man Lerninhalte und Spielelemente gut zusammen? Wie sorgt man dafür, dass sich die Zielgruppe längerfristig mit der spielerischen Anwendung auseinandersetzt, um Zugang zu den Inhalten zu erhalten? Das ist die große Herausforderung, der wir uns bei der Entwicklung gamifizierter Anwendungen generell aber auch speziell im schulischen Kontext stellen. Intrinsische und extrinsische Motivation der Spielenden müssen gleichzeitig angesprochen werden, damit sich die Zielgruppe längere Zeit mit der Anwendung beschäftigt. Dies kann unter anderem erreicht werden, indem man sich inhaltlich Nahe an der Lebensrealität der Zielgruppe bewegt, ihre Sprache spricht und ihre Probleme thematisiert. Gleichzeitig muss man verstehen, wie Spiele funktionieren. Warum faszinieren Spiele? Und welche Elemente und Mechanismen rufen diese starke Motivation hervor? Wie kann man diese Mechanismen in Hinblick auf die Zielgruppe und das Einsatzszenario im konkreten Fall nutzen?   Geschichte in der Schule als interaktives Erlebnis Ein gutes Beispiel für Gamification in der Schule ist A Touch of History. Ziel der Anwendung ist es, Schüler:innen das Leben berühmter Persönlichkeiten der Geschichte näher zu bringen. Wir haben hier nicht einfach eine klassische Gamification Mechanik über die Inhalte gestülpt. Stattdessen haben wir Lernen ganz neu gedacht. Denn wir machen Geschichte erlebbar. Und zwar so, wie junge Menschen heute konsumieren. In Chats. In Social Media Posts. Als Stories. Auf Bildern. Wie sähe wohl Frida Kahlos Smartphone aus, wenn sie in der heutigen Zeit gelebt hätte? Was für Bilder hätte sie auf ihrem Handy? Wer würde ihr betrunken auf die Mailbox quatschen? All dies können Schüler:innen in der Anwendung auf unterhaltsame Art selbstständig herausfinden. Das ist nur ein Beispiel von vielen. Es zeigt jedoch, wie mithilfe von Gamification in der Schule eine vermeintlich trockene Geschichtsstunde zum interaktiven Erlebnis wird.   Haben wir Ihr Interesse geweckt? Gern unterstützen wir auch Sie bei der Entwicklung Ihrer individuellen, spielerischen Anwendungen. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!    Mehr zum Thema

Entertainment im Arbeitsalltag

Das Spielen begleitet den Menschen in jedem Lebensabschnitt. Nora Stampfl beschreibt sie als die Quelle menschlicher Kreativität. Als Vorstufe zur Entwicklung des Verstands und des Selbst. Nach Stampfl fungieren Spiele als Trainingslager und sollen dennoch unterhaltsam sein. Doch wie lassen sich Entertainment, Spiel und Lernen im Arbeitsalltag sinnvoll verbinden?   Entertainment Johan Huizinga definierte einst den homo ludens. Nach ihm sind sämtliche menschlichen Handlungsfelder auf das Spiel gegründet. Huizinga stellte hierbei die These auf, dass Kultur in Form von Spielen entsteht. Dabei bezieht er sich auf die Wissenschaft, Politik, Religion, Philosophie, Kunst und sämtliche rituellen Formen. Kultur sei das Resultat spielerischer Verhaltensweisen in einer Gemeinschaft. Einzelne Gewohnheiten und Spielregeln verwandeln sich im Laufe der Zeit in Gesetze. Aber warum spielen Menschen? Das Spielen ist eine Tätigkeit, die die Menschen aus verschiedenen Gründen ausüben. Neben dem Zweck der Entspannung vor allem als Tool zur Unterhaltung. Unter Unterhaltung, oder Entertainment, versteht man eine kulturelle Aktivität, die das Ziel verfolgt, Freude zu erzeugen. Beim Entertainment kann man als Ausübender und als Betrachtender unterhalten werden. Aber wie lassen sich diese Vorzüge in der Arbeitswelt sinnvoll nutzen?   Arbeitsalltag Gewohnheitsmäßige Abläufe werden als Alltag definiert. Im Arbeitskontext bedeutet dies, dass Menschen täglich mit den gleichen Abläufen innerhalb eines Arbeitstages konfrontiert sind. Potenzielle Probleme sind hierbei unter anderem Unterforderung und Langeweile. Fehlende Abwechslung kann die Motivation einer Arbeitskraft negativ beeinflussen.  Kurz- oder langfristig führt dies zu einer Leistungsminderung. Dadurch wird Unzufriedenheit auf Seiten der Mitarbeitenden als auch beim Unternehmen erzeugt. Der Grund hierfür sind die sich wiederholenden Muster, welche in Form von eingespielten Automatismen ausgeführt werden. Das fordert unseren Kopf  nicht. Die Zeit vergeht langsamer und jeder Arbeitstag gleicht dem anderen. Neue Lerninhalte und Herausforderungen sind kaum vorhanden oder können nicht effizient vermittelt werden. Obwohl eigentlich Änderungsbedarf besteht, werden alte Routinen in Unternehmen oft beibehalten.   Edutainment Der Begriff Edutainment setzt sich aus den Wörtern Education und Entertainment zusammen. Dabei handelt es sich um eine spielerische Wissensvermittlung. Durch die Verbindung von Bildung und Unterhaltung wird die Lernmotivation gesteigert. Der Fokus kann auf bestimmte Teilbereiche der Arbeit gelenkt und die Abwechslung innerhalb dieser gefördert werden. Der Ursprung von Edutainment lässt sich bereits tief in der Vergangenheit finden. Wissen wurde früher auf spielerische Art und Weise mithilfe von Bildern und Darbietungen vermittelt. Neben den analogen Möglichkeiten gibt es heutzutage durch die Digitalisierung viele Spielräume zur Nutzung.   Mit Spaß lernen Die Gründe für den Verlust von Motivation bei der Arbeit sind vielfältig. Neben hohen Belastungen durch terminliche Engpässe können auch häufige Kritik, Disharmonien, unzufriedene Kunden, mangelnde Anerkennung und Unterforderung dazu führen. Ständige Unterforderung kann sich sogar soweit negativ auf die Lebensqualität auswirken, dass ein Bore-out die Folge ist. Aber soweit muss es nicht kommen. Bevor man Spielmechanismen in einem Arbeitskontext etabliert, sollte man den Begriff Motivation noch einmal näher beleuchten. Bei der Motivation muss man zwischen extrinsischer und intrinsischer Motivation unterscheiden. Die extrinsische Motivation wird durch das eigene Umfeld hervorgerufen. Bei der intrinsischen Motivation handelt es sich dagegen um die Freude an einer Tätigkeit. Durch Motivation lässt sich die Arbeitszufriedenheit steigern. Auf kurze und lange Sicht kann dies zu einer erhöhten Wertschöpfung führen. Durch den gezielten Einsatz von Spielmechanismen lassen sich eintönige Arbeitsabläufe interessanter gestalten. Neben dem Spaßfaktor können wir so auch neue Wissensinhalte vermitteln, die die Mitarbeiter fördern und fordern.   Die Lösung: Game Thinking Bei Pfeffermind nutzen wir Game Thinking. Dabei handelt es sich um einen von uns selbstentwickelten Prozess, der sich in mehrere Phasen unterteilt. Spielmechanismen im spielfremden Kontext etabliert. Die Herausforderungen am Arbeitsplatz werden von uns im ersten Schritt als eine klare, zielgerichtete Challenge in Form einer Ausgangsfrage formuliert. In der Recherche legen wir unseren Fokus bewusst auf die Bedürfnisse der Nutzenden und stoßen dadurch auf interessante Erkenntnisse. Anschließend schaffen wir auf Basis der Recherche konkrete Nutzertypen, so genannte Personas. Nachdem die Nutzertypen generiert sind, überlegen wir bei der Ideation, welche Spielelemente wir auf den jeweiligen Kontext übertragen können. Denn auf diesem Weg kann die Challenge des Kunden effizient gelöst werden. Sobald eine vielversprechende Idee vorhanden ist, entsteht ein testbarer Prototyp. Mithilfe des Feedbacks der Zielgruppe optimieren wir das Endprodukt in mehreren Iterationen.   Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten Sie auch spielerische Herangehensweisen ausprobieren und Game Thinking für Ihr Unternehmen nutzen? Oder mehr über den aktuellen Diskurs um Game Thinking und Design Thinking mitbekommen? Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!

Unsere Game Thinking Methode erklärt

Game Thinking. Vielleicht kommt euch dieser Ausdruck bekannt vor? Mit hoher Wahrscheinlichkeit habt ihr von dem Begriff Design Thinking schonmal gehört … Was wir mit unserer Game Thinking Methode meinen und was es mit Design Thinking gemeinsam hat, erklären wir euch in diesem Blogbeitrag.   Über Game, Design und Thinking Die Universität Stanford entwickelte vor einiger Zeit Design Thinking als eine Methode zur Innovation. Diese steht sowohl für kreatives, als auch für Nutzer zentriertes Denken. Das Besondere war vor allem, wie sich plötzlich Branchen Prozessen öffneten, die eigentlich schon lange von Gestalter:innen, Künstler:innen und Kulturschaffenden etabliert waren. Im letzten Jahrzehnt haben Design Thinking Methoden also in vielen neuen Bereichen Anwendung gefunden. Vor allem in der IT und Softwareentwicklung erweisen sich diese als besonders wertvoll. Lineare bzw. non-iterative Vorgehensweisen wie z.B. das Wasserfall-Model oder das V-Modell sind mittlerweile so gut wie verdrängt. Mit dem Design Thinking Ausbruch sind inkrementelle, iterative und agile Prozesse in fast jeder Management-Etage angekommen – und das wohl zurecht. Wir haben diese Methode für unsere Prozesse weiterentwickelt. Dabei haben wir unsere eigenen Erkenntnisse und Erfahrung aus der Arbeit mit Gamification einfließen lassen: Unsere Game Thinking Methode.   Game Thinking? Wie bei jedem Begriff, ist es wichtig diesen zu definieren. Wie ist der Begriff entstanden? Von wem wurde der Begriff geprägt? Welches „Thinking“ ist nun gemeint? Klar ist, dass Game Thinking aus dem Design Thinking entsprungen ist. Es geht also dem „Thinking“ entsprechend um systemisches Denken und Denkweisen, die zu neuartigen Methoden und Prozessen führen sollen. In der Hoffnung damit auch die Produkte oder Dienstleistungen zu innovieren. Vielleicht hilft es bisherige Definitionen und Aufklärungsversuche zum Begriff zu betrachten: The use of games and game-like app­roaches to solve problems and create better exp­e­ri­ences. Marczewski, A. (2015) Game Thinking is the art and science of engaging customers on a compelling path to mastery. Kim, A. J. (2017) Diese zwei Beschreibungen treffen sehr gut auf das, was wir bei Pfeffermind mit dem Game Thinking Ansatz erreichen wollen. Wir nutzen unsere Erkenntnisse aus langjähriger Gamification-Erfahrung, um unsere Prozesse zu optimieren. Und wir lösen unsere Aufgaben und Probleme mit einer spielerischen Herangehensweise. Dadurch motivieren wir nicht nur uns selbst im Entwicklungsprozess, sondern engagen auch unsere Kunden auf dem Weg ihres innovativen Projekts.   Gamification und Game Thinking Gamification ist ein Mindset. Immer wieder berichten uns Kunden, wie viel offener, kreativer und motivierter ihre Teilnehmenden nach unseren Workshops sind. Das gelingt uns mit unserem Game Thinking Repertoire, das wir den Teilnehmenden mit unserem Gamification Tool Player Journey näherbringen. Von 90 Minuten Intro Workshop bis zum zweitägigen Intensiv-Kurs. Das von uns entwickelte Karten Set Player Journey macht Gamification greifbar. Ob als Analyse-Tool oder Kreativitäts-Technik – unser Toolkit hat sich schon vielfach als Ideen-Katalysator erwiesen.   Innovation durch Game Thinking Felix hat in unserem letzen Blogbeitrag erklärt, wie Motivation und Effizienz im Gamification-Kontext zusammenhängen: Der Austausch von Partizipation gegen positive Emotionen – Spiele können dies bieten. Aus diesem Grund ist die Integration von Spielmechanismen ein nützliches Werkzeug, das bei der gewünschten Zielgruppe Motivation erzeugen kann. Innovation spielt darin auch eine große Rolle. Durch Motivation und Effizienz, kommen wir auf innovative Lösungen und Sichtweisen. Doch wie lässt sich Gamification sinnvoll nutzen um eine erfolgreiche Sensibilisierung zu erzeugen? Die Übertragung von Spielelementen in Nicht-Spiel-Kontexte erfolgt bei uns auch mit der Game Thinking Methode. Diese kreative Mischung aus Game Design und Design Thinking ist eine Schritt-für-Schritt-Methode, die hilft bekannte Denkmuster zu durchbrechen.   Prozesse und Methoden bei Pfeffermind Unser Game Thinking Prozess unterteilt sich in mehrere Phasen. Zuerst definieren wir die Challenge des Kunden, die wir in einer klaren, zielgerichteten Ausgangsfrage formulieren. Dann setzen wir den Fokus auf die Needs der Nutzenden. In der Conclusion werden auf Basis der Recherche konkrete Personas geschaffen. Dabei bedienen wir uns zur Segmentierung der Unterscheidung verschiedener Spielertypen. Die acht Grundtreiber menschlicher Motivation aus dem Octalysis Modell dienen hierbei als Orientierung. Anschließend überlegen wir in einer Brainstorming-Phase, welche Spiel-Elemente wir wie auf den jeweiligen Kontext übertragen können und mit welchen Spielideen wir die Challenge des Kunden lösen können. Im Rahmen der Elaboration suchen wir die Lösung, die den Point of View der Personas am besten trifft. Wir machen aus den vielversprechendsten Ideen einen testbaren Prototypen. Schließlich zeigt das Testing der Zielgruppe das gamifizierte Konzept so visuell wie möglich und nutzt ihr Feedback für Optimierungen.   Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten Sie auch mit unseren Game Thinking Methoden arbeiten und z.B. Gamification für Ihr Unternehmen nutzen? Oder möchten Sie mehr über den aktuellen Diskurs um Game Thinking und Design Thinking mitbekommen? Dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns!

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